Deutschland: Dicker Dackel bleibt im Dachsbau stecken
Neukölln (Deutschland): Zwei tiefbraune Knopfaugen und ein Blick, dem niemand widerstehen kann: Foxy weiß, dass sein Frauchen ihn nie im Stich lassen würde. Als er am Sonntag, 17.2.2013, in einem Dachsbau verschwand, alarmierte sie die Feuerwehr.
Foxy vom Hirschsprungtal ist nicht nur von edler Abstammung, er wurde auch schon Deutscher Champion. Seine kurzen Beinchen, der schöne Bart: Überhaupt alles, womit ein vierjähriger Dackelmann punkten kann, wird in Züchterkreisen hoch geschätzt. Doch ab und zu geht auch mit ihm der Jagdtrieb durch.
Frauchen Karin Kobart aus Britz war am Sonntag gegen 14 Uhr mit Foxy Uhr an den Waßmannsdorfer Rieselfeldern unterwegs. Plötzlich verschwand der eifrige Dackel unter der Erde, stöberte in einem weit verzweigten Dachsbau. Als ihr Hund nach drei Stunden nicht wieder auftauchte, alarmierte Kobart gegen 17 Uhr die Feuerwehr von Schönefeld.
Die Jungs rückten mit zwei Fahrzeugen und zehn Mann an. Inzwischen war Foxy acht Meter unter der Erde, wie sein GPS-Gerät am Halsband anzeigte. Schnell wurde klar, dass die Feuerwehr allein nichts ausrichten kann. Sie forderte das Technische Hilfswerk aus Lübben an. Die Besitzerin erklärte sich schriftlich bereit, sämtliche Kosten zu bezahlen. Zwei Stunden später eilten weitere 14 Männer zur Unglücksstelle. Sie gruben zwei Stunden verzweifelt die Dachsgänge auf. Foxy muss davon was mitbekommen haben. Wie durch ein Wunder steckte er seinen Rettern plötzlich seine kleine schwarze Schnauze entgegen. Karin Kobart schloss ihn um 22 Uhr überglücklich und unversehrt in die Arme.
Doch der dicke Hammer kommt noch. „Wir warten jetzt auf die Rechnung“, sagt Dr. Udo Haase vom Ordnungsamt Schönefeld. „Eine ähnliche Rettung im Tegeler Forst hat unlängst 14 000 Euro gekostet.“
Hinweis von Fireworld.at: Horror-Rechnungen wie diese sind in Österreich nicht zu erwarten, da hier Rettungen von Menschen, Tieren und Sachgütern aus Gefahrenlagen kostenlos sind.
