Lokal

Nö: Mitgliederversammlung der Feuerwehr St. Pölten-Stadt

St. Pölten-Stadt (Nö): Betrachtet man die Statistik des Jahres 2012, kann wieder von einem arbeitsintensiven Jahr fürdie Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr St. Pölten-Stadt gesprochen werden.

Am deutlichsten zeigen dies die beachtlichen 1.097 Einsätze, wobei hier keine Naturkatastrophen oder massive Hochwassersituationen zu bekämpfen waren. Neben zahlreichen Hilfeleistungen nach schweren Lkw Unfällen auf der Westautobahn oder einigen größeren Bränden, wie z. B. dem Dachstuhlbrand in der Roseggerstraße, der Brandserie im Stadtgebiet samt Kellerbrand in der Schwammelstraße im März oder einem Großbrand in Böheimkirchen bleiben diese Einsätze in steter Erinnerung. Um den gestellten Herausforderungen im Einsatzfall rasch Herr zu werden, ist eine stete fundierte und kompetente Ausbildung der Feuerwehrmitglieder notwendig. 2012 wurden alleine an Ausbildung über 6.000 Stunden an zahlreichen Ausbildungs- und Seminartagen investiert. 2012 stand in der Feuerwehr St. Pölten-Stadt wieder ganz im Zeichen der Modernisierung. Neben der Anschaffung eines neuen Mannschaftstransport- sowie eines neuen Kommandofahrzeuges wurde auch in der Alarmierung der Einsatzkräfte ein weiterer Schritt in die digitale Welt gesetzt – nach der Totalumstellung auf das digitale TETRA – BOS Funknetz im Vorjahr wurden neue digitale Alarmpager für sämtliche aktive Feuerwehrmitglieder angekauft. Bürgermeister Mag. Matthias Stadler und Feuerwehrkommandant Oberbrandrat Dietmar Fahrafellner lobten aufgrund der gezeigten Leistungen das beachtliche Engagement aller Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr St. Pölten-Stadt, aber auch dass diese Leistungen einer Freiwilligen Feuerwehr als Sicherheitsträger in der Bevölkerung oft als zu selbstverständlich geworden sind.

Dies beweist allein die Tatsache, dass vielen St. PöltnerInnen nicht bewusst ist, dass es in St. Pölten rein Freiwillige Feuerwehren gibt. In seiner Zielsetzung 2013 sprach Feuerwehrkommandant OBR Fahrafellner von vielen Herausforderungen im kommenden Jahr. Am Fahrzeugsektor wird die Ausschreibung für HLF 2, das so genannte City-HLF, durchgeführt. Am Bausektor wird der Pummersdorfer Tunnel (GZU) ein Schwerpunkt im Ausbildungsplan sein, da die Feuerwehr hier verpflichtet ist diesen regelmäßig zu beüben. Ein Ziel des vorbeugenden Brandschutzes ist in erster Linie der Neubau des Landesklinikums St. Pölten. Hier konnte bereits erreicht werden das gesamte neue Haus mit einer sog. Sprinkleranlage im Vollschutz zu versehen. Ein weiterer Schwerpunkt wird sicher die die Alarmzentrale sein, da das bisherige Alarmierungssystem ELDIS nicht mehr den heutigen Standards entspricht. In drei Alarmzentralen (Mödling, Amstetten und Krems) wird ein Testbetrieb mit der Software von Notruf 144 NÖ aufgebaut. Da die Feuerwehralarmzentrale St. Pölten außerhalb der Dienstzeiten und an Wochenenden durch rein freiwillige Disponenten besetzt ist, wird geprüft ob dieses System auch „freiwilligentauglich“ ist. Jedoch muss man sich einer gewissen Qualitätssicherung unterziehen, damit alle Bezirksalarmzentralen in NÖ dieselbe Qualität den in Not geratenen anbieten können. Nach Ende der Ansprachen wurde durch die Mitgliederversammlung ein sehr freundschaftlicher und vor allem kameradschaftlicher Schritt gesetzt – Frau Vizebürgermeister a. D. Susanne Kysela wurde durch einstimmigen Beschluss aufgrund ihrer steten Freundschaft und Partnerschaft zur Feuerwehr St. Pölten-Stadt zum Ehrenmitglied ernannt.

http://www.feuerwehr-stpoelten.at

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert