Brand

Deutschland: Drei Verletzte bei Großfeuer in Wohnblock in Elmshorn

Elmshorn (Deutschland): Bei einem Großfeuer in Elmshorn sind am späten Donnerstagabend, 24. Jänner 2013, drei Bewohner eines Mehrfamilienhauses verletzt worden. Ein Mann und eine Frau erlitten Rauchvergiftungen; eine Person wurde wegen Unterkühlung ins Krankenhaus eingeliefert.

Mehr als 100 Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehren Elmshorn, Klein Nordende und Uetersen sowie des Deutschen Roten Kreuzes, des Technischen Hilfswerks, der Rettungsdienstkooperation in Schleswig-Holstein und der Polizei kümmerten sich um die Bewohner des viergeschossigen Blocks mit 76 Wohnungen. Der Einsatz dauerte mehrere Stunden.

Gemeldet worden war gegen 22.45 Uhr eine Rauchentwicklung aus einer Wohnung im dritten Obergeschoss im hinteren Bereich des weiß verputzten Wohnblocks an der Straße Am Erlengrund in Elmshorn. Der Qualm war bereits in das Treppenhaus gezogen; der Block hat lediglich einen Eingang. Außerdem gab es von der Wohnung einen Flammenüberschlag in den Dachbereich. Die zuerst eintreffenden Polizeikräfte begannen mit den folgenden Kräften der Feuerwehren Klein Nordende und Elmshorn, das Haus zu evakuieren. Dabei wurden eine Frau und ein Mann mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht.

Die Feuerwehren konnten sich im weiteren Verlauf auf die Brandbekämpfung konzentrieren. Dazu forderte Elmshorns Wehrführer Stefan Mohr als Einsatzleiter eine zweite Drehleiter aus Uetersen an.
Unter schwerem Atemschutz arbeiteten sich Feuerwehrleute im Haus über die Brandwohnung in den Dachboden vor. Von den Körben der beiden Drehleitern schlugen Helfer Dachpfannen kaputt und ermöglichten so einen Abzug von Rauch und Hitze. Dabei legten sie eine Schneise zum vom Brand betroffenen hinteren Drittel des Hauses an, so dass sich das Feuer nicht über die gesamte Länge des Dachstuhls ausbreiten konnte. Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten zogen sich danach aber über mehrere Stunden hin. Dazu musste das Dach im betroffenen Drittel großflächig abgetragen werden. Das Technische Hilfswerk Elmshorn verschloss es später provisorisch mit Planen. Dies dauerte bis etwa 5 Uhr morgens.

Für die vorübergehende Betreuung der 68 gemeldeten Bewohner baute die Schnell-Einsatzgruppe des DRK Elmshorn ein beheiztes Zelt auf. Außerdem versorgten die Rot-Kreuzler Betroffene und Helfer mit heißen Getränken. Einsatzende war für die FF Elmshorn um 5.48 Uhr.

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