Feuerwehrleute in Wien und Deutschland bei Löscharbeiten attackiert
Wien (Österreich) / Rohstock (Deutschland): Die Wiener Feuerwehr musste in der Silvesternacht 2012/13 einen unfassbaren Einsatz in Floridsdorf erleben. Während die Männer einen Mistkübelbrand löschten, wurden sie von verantwortungslosen Jugendlichen attackiert.
Während die restlichen Wiener feierten, mussten auch in Wien viele Feuerwehrleute ihren Dienst verrichten, um im Falle von Bränden einzuschreiten und möglicherweise Menschenleben zu retten. In der Großfeldsiedlung wurden sie dann bei einem Brandeinsatz selbst zu Opfern. In der Wohnsiedlung in Wien-Floridsdorf brannte es im Bereich der Mistkübel. Die Feuerwehr musste gleich zweimal ausrücken, um dort Flammen zu löschen. Eine Gruppe Jugendlicher fand das scheinbar lustig und machte sich einen Spaß daraus, die Floriani-Jünger bei der Arbeit zu attackieren. Laut Zeugenberichten wurden die Männer mit Knallkörpern angegriffen.
Betrunkene attackieren Feuerwehr: Zu Deutschland: Auseinandersetzung zwischen Betrunkenen und Feuerwehrleuten ist es in der Silvesternacht im Rostocker Stadtteil Toitenwinkel gekommen. Wie die Polizei berichtete, war die Feuerwehr gerufen worden, um brennende Mülltonnen zu löschen. Beim Eintreffen wurden die Einsatzkräfte und ihr Fahrzeug von mehreren offenbar stark alkoholisierten Personen mit Böllern beworfen, die zudem mit Schlägen drohten. Dievon der Feuerwehr alarmierte Polizei durchsuchte eine Wohnung, in die sich die mutmaßlichen Täter zurückgezogen hatten, mit mehreren Beamten. Verletzt wurde bei der Auseinandersetzung niemand.
Feuerwehr und Polizei in Hagen mit Böllern angegriffen
Feuerwehrleute, Rettungssanitäter und Polizisten sind in der Silvesternacht bei einem Einsatz an der Alleestraße in Altenhagen (Deutschland) mit Feuerwerkskörpern beschossen und Glasflaschen beworfen worden. Dabei rückten die Polizeibeamten gleich zweimal zum Tatort aus. Erst beim zweiten Einsatz konnte durch eine Großaufgebot der Hagener Polizei die Lage unter Kontrolle gebracht werden. „Erschreckend war die Respektlosigkeit der Feiernden gegenüber den Kräften“, so Veit Lenke, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Hagen.
Gegen 0.19 Uhr waren die Einsatzkräfte nach Altenhagen gerufen worden. Ein Schaltkasten der Telekom war in Brand geraten. Das Feuer hatten die Beamten schnell unter Kontrolle. Als die Feuerwehrleute dann aber auf Verantwortliche der Telekom warteten, wurden sie attackiert. Zunächst konnte ein 18-jähriger Mann aus der Gruppe in Gewahrsam genommen werden. Die Stimmung der Menschenmenge aber wurde zunehmend aggressiver. Besonders trat ein 14-jähriger Jugendlicher in Erscheinung. Er baute sich vor den Polizisten auf und beschimpfte und beleidigte sie massiv.
Einsatz von Pfefferspray: Klaren Ermahnungen, sich zu zügeln, kam er nicht nach. Vielmehr begann er, die Beamten anzugreifen. Er schlug und trat auf die Polizisten ein. Als die Beamten versuchten den Jugendlichen zu fixieren, wurden sie von weiteren Personen angegriffen. Erst durch den Einsatz von Pfefferspray konnten die Angriffe abgewehrt werden. Unter starker Gegenwehr konnte der Jugendliche fixiert werden. Bei dem Einsatz wurde eine Frau verletzt, die die Polizei angegriffen hatte. Sie kam mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus. Ein Polizeibeamter wurde leicht verletzt. Der Jugendliche wurde zur Polizeiwache Hoheleye gebracht und dort später an seinen Vater übergeben.
Insgesamt sprach die Feuerwehr von einer „unruhigen“ Silvesternacht. Die Einsatzzahlen seien im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Bereits um 20 Uhr ging eine Garage an der Voerder Straße in Haspe in Flammen auf. 25 Feuerwehrleute bekämpften den Brand. Zu einem zweiten größeren Feuer musste die Wehr um 1.46 Uhr ausrücken. Eine Doppelgarage war an der Westfalenstraße in Haspe in Brand geraten. „Weil neben einem Auto Mobiliar und Brennholz in der Garage lagerten, gestaltete sich der Einsatz als äußerst schwierig“, so Lenke. Am Neujahrsmorgen flammte das Feuer erneut auf. Insgesamt rückte die Feuerwehr zu 21 Einsätzen aus. Unterstützt wurden die Berufsfeuerwehr von den Freiwilligen Einheiten aus Halden, Boele-Kabel, Haspe, Tücking, Wehringhausen, Nahmer und Elsey. Notfalleinsätze wurden an Silvester bis zum Neujahrsmorgen 123 gefahren. 21 davon erforderten den Einsatz eines Notarztes. Während Hilfs- und Rettungskräfte einen turbulenten Jahresauftakt erlebten, feierten zahlreiche Hagener in Discos, in Kneipen, in der Stadthalle oder auf privaten Feiern.
