Nö: Gratis-Hepatitis-Schutzimpfung für Niederösterreichs Fw-Leute
Niederösterreich: Die Hepatitis-Impfungen für Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren standen am 20. Dezember 2012 im Mittelpunkt einer Pressekonferenz von Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, Landesfeuerwehrkommandant Josef Buchta und dem Obmann der NÖ Gebietskrankenkasse und Vertreter der Sozialversicherung, Gerhard Hutter.
„Für die Finanzierung der Hepatitis-Impfung, die ca. 100 Euro kostet, haben wir eine praxisnahe und unbürokratische Lösung gefunden. Die Kosten werden vom Land Niederösterreich, der Sozialversicherung, dem Landesfeuerwehrverband und der Wirtschaft übernommen. Die Gesamtkosten werden rund 250.000 Euro betragen“, betonte Landesrat Dr. Stephan Pernkopf. Landesfeuerwehrkommandant Josef Buchta sprach von einem „wichtigen Schritt für die Feuerwehr, dass die Kosten für die Impfung nun zur Gänze übernommen werden. Vorbeugung sei ein ganz wichtiger Faktor, wir müssen unsere Mitglieder so schützen, dass sie alle Aufgaben erfüllen können“.
Obmann Hutter ergänzend: „Ich habe mich in meiner Funktion als Obmann der NÖ Gebietskrankenkasse stets bemüht, Wege zu ebnen, um die Feuerwehrleute bei der Hepatitis-Impfung kostenmäßig unterstützen zu können. Im Gegensatz zu ihren Rettungskollegen oder anderen Hilfsorganisationen haben sie leider keinen gesetzlichen Anspruch auf eine kostenlose Schutzimpfung. Sozialversicherung, Land Niederösterreich, Landesfeuerwehrverband und Hypo Bank haben jetzt eine gute Lösung gefunden, wie wir gemeinsam die Kosten für die vielen freiwilligen Helfer tragen können. Ich hoffe auf einen Impuls für eine österreichweite Lösung“.

Eine Erhebung des Feuerwehrverbandes hat ergeben, dass sich rund 2.500 Feuerwehrmitglieder an einer Impfaktion beteiligen würden. Die Silberhelme kommen bei ihren Einsätzen regelmäßig mit verschmutztem Hochwasser und dreckigem Kanalwasser in Kontakt und sind somit einer erhöhten Gefährdung durch Hepatitis A/B ausgesetzt. Sie sind dabei auch einer erhöhten Gefahr von Zeckenbissen ausgesetzt. Auch bei technischen Einsätzen steigt die Gefahr, beim Kontakt mit verunfallten Personen mit Hepatitis A/B angesteckt zu werden.
„Mit gutem Grund setzen wir uns für unsere Feuerwehren ein. Sie leisten freiwillig unverzichtbare Arbeit für die Gesellschaft. Die rund 96.000 Feuerwehrmitglieder in Niederösterreich werden jährlich mehr als 65.000 Mal zu Einsätzen gerufen. In Niederösterreich wird durchschnittlich alle acht Minuten eine Feuerwehr alarmiert. Das entspricht 174 Einsätzen pro Tag, wobei mehr als acht Millionen Arbeitsstunden geleistet werden. Die öffentliche Hand spart durch diese Arbeitsleistung jährlich rund 250 Millionen Euro ein. Für diesen unermüdlichen Einsatz ein herzliches Dankeschön“, betonte Pernkopf.
