Deutschland: Lebensrettung der Fahrerin aus brennendem Pkw
Wehrheim (Deutschland): Eine 18-jährige Pkw-Fahrerin aus Friedrichsdorf im Taunus befährt gegen 00.10 Uhr des 24. November 2012 mit ihrem Pkw die B 456 (Nordumgehung) aus Richtung Wehrheim kommend, in Richtung Wehrheim Süd. In einer Linkskurve …
kam die Fahrerin aus noch ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab. Dabei stieß sie mit der Fahrerseite gegen einen Baum, geriet ins Schleudern, überschlug sich, stieß mehrfach gegen weitere Bäume und kam etwa 100-150m im Wald auf einem Waldweg auf dem Dach auf dem Fahrzeugdach zum Liegen. Die Fahrerin wurde durch den sehr starken Aufprall in den hinteren Bereich des Pkw geschleudert. Der Pkw wurde so stark beschädigt, dass er im Motorraum zu brennen begann.

Eine Polizeibeamtin und ein Polizeibeamter der Polizeidirektion Hochtaunus befanden sich privat auf der Heimfahrt und entdeckten den brennenden Pkw im Wald. Ein 20-jähriger Wehrheimer, ein 27-jähriger Grävenwiesbacher und ein 28-jähriger Mann aus Waldsolms kamen ebenso an die Unfallstelle und eilten zu dem Pkw in den Wald. Durch mitgeführte Taschenlampen erkannten sie, dass sich die Fahrerin noch im Pkw befand und schwer verletzt war.
Sofort und unter Inkaufnahme von schweren Verletzungen durch die Flammen aus dem Pkw, befreiten die Männer aus Waldsolms und Wehrheim die Fahrerin und brachten sie in Sicherheit, so dass die anderen Ersthelfer erste Hilfe leisten konnten. Innerhalb kürzester Zeit brannte der Pkw vollständig aus. Bis zur Löschung des Pkw war nicht bekannt, ob weitere Personen im Pkw waren. Für diese wäre jedoch jede Hilfe zu spät gekommen. Da nicht auszuschließen war, dass sich noch weitere Personen in dem Pkw befanden und evtl. aus dem Pkw geschleudert wurden, wurde die Unfallstelle weiträumig durch starke Kräfte der umliegenden Feuerwehren unter Einsatz von drei Wärmebildkameras abgesucht. Glücklicherweise waren keine weiteren Personen in dem Pkw. Die Fahrerin erlitt schwerste Beinverletzungen und Prellungen am gesamten Körper. Sie wurde in die Hochtaunuskliniken nach Bad Homburg verbracht und notoperiert. Lebensgefahr besteht nicht.
Insgesamt befanden sich etwa 45 Feuerwehrfrauen und Männer der Feuerwehren Wehrheim mit Wehrführer, Obernhain, Pfaffenwiesbach, Friedrichsthal, mit Wärmebildkameras der Feuerwehren Usingen und Hausen-Anspach sowie Rettungswagen der Malteser, des DRK, ein NAW, der OLRD (organisatorischer Leiter Rettungsdienst)und 9 Polizei-beamte vor Ort. Die Fahrbahn war etwa 2,5 Stunden voll gesperrt. Verkehrsbeeinträchtigungen gab es nicht. Der Einsatz war durch äußerst professionelles Handeln aller beteiligten Rettungskräfte geprägt. Dass die Fahrerin den Verkehrsunfall überlebte, ist dem selbstlosen Handeln der Ersthelfer, unter Lebensgefahr, zu verdanken.
