Bayern: 15. Münchner Feuerwehr-Symposium des Stadtfeuerwehrverbandes

München (Bayern): Am Samstag, den 24. November 2012, fand im Hause der Versicherungskammer Bayern in München Giesing zum 15. Mal das Symposium des Stadtfeuerwehrverbandes München statt.
Der Vorsitzende des Stadtfeuerwehrverbandes Herr Oberbranddirektor, Dipl. Ing. Wolfgang Schäuble konnte auch in diesem Jahr rund 300 Gäste aus Bayern, Baden-Würtemberg, Hessen, Oberösterreich und Südtirol begrüßen. Gleich zu Beginn dankte er dem Hausherrn Herrn Dr. Heene für die wiederholte Bereitstellung der Räumlichkeiten im Haus der Versicherungskammer Bayern. Er dankte auch dem Kreisverwaltungsreferenten Herrn Dr. Blume-Beyerle für die Schirmherrschaft des Stadtfeuerwehrverbandes. Als besonderen Gast konnte im Publikum der Initiator des Feuerwehrsymposiums, Herr Oberbranddirektor a.D. Günter Hölzl begrüßt werden.
Der Hausherr, Herr Dr. Heene richtete in seiner Ansprache dankende Worte an alle Feuerwehren. An einigen Einsatzbeispielen machte er deutlich, wie wichtig die Arbeit der Feuerwehren ist. Dabei erwähnte er auch einige Projekte zur Schadenprävention an denen die Versicherungskammer Bayern arbeitet. Anschließend wurde das Wort den beiden Moderatoren, Herrn Branddirektor Christoph Altheim und dem Polizeireporter, Herrn Oliver Bendixen übergeben, die in gewohnter Art und Weise durch den Tag führten.

Der erste Redner, Herr Frank Bohm von der Feuerwehr Ludwigshafen hat mit seinem Einsatzbericht von der „Brandkatastrophe Ludwigshafen“ mit 9 Brandtoten den anwesenden Gästen gezeigt, wie schwierig es werden kann, einen solchen Einsatz mit großem Medieninteresse zu bewältigen. Seine Ausführungen waren äußerst eindrucksvoll und emotional, die Ergreifung im Publikum war deutlich erkennbar. Das Fazit aus diesem Einsatz zeigt, dass die umfassende und schnelle Medienarbeit unverzichtbar ist. Das Thema des zweiten Vortrages an diesem Tag waren die „Neuen Medien & Social Networks“. Dieses Thema wurde durch den Pressesprecher der Feuerwehr München, Herrn Karl Pieterek und Herrn Georg Walser vom Sankt Michaelsbund referiert.
Sehr eindrucksvoll waren die Zahlen zur Verwendung der Medien hier wurde aufgezeigt, dass Zeitungen, Radio und sogar das Fernsehen auf dem Rückmarsch sind. Im Gegenzug wird das Internet immer präsenter. Deutlich wurde, dass sich soziale Medien wie „Facebook“ rasant verbreiten und sich Behörden und Organisationen damit auseinandersetzen müssen. Der dritte, und zugleich auch praktische Teil wurde von der Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr München gezeigt. Der Redner und Leiter dieser Gruppe, Herr Brandinspektor Helmut Schmidt erläuterte den Unterschied zwischen Absturzsicherung und Höhenrettung. Dies wurde zeitgleich durch die Mannschaft an einem Baugerüst eindrucksvoll und professionell dargeboten.
Anschließend kam es zu einer Podiumsdiskussion zum Thema flächendeckende Alarmierung von Feuerwehren zu Rettungsdiensteinsätzen. Es wurde sachlich und kontrovers diskutiert, die Moderatoren hatten viel Geschick darin die Diskussion zu leiten. In einem waren sich alle einig – gut ausgebildete und ausgestattete Feuerwehren sollen First Responder Einsätze leisten. Als letzter Redner konnte Herr Brandoberrat Matthias Ott noch sehr eindrucksvoll einen Bericht zur „Schwabinger Bombe“ abgeben. In seinem Bericht wurden die ersten Erkenntnisse aus diesem Einsatz dargelegt. Herr Ott machte deutlich, dass weiterhin an einer Einsatzaufarbeitung gearbeitet wird.
Am Ende dieses Symposiums dankte der Vorsitzende, Herr Oberbranddirektor Dipl. Ing. Wolfgang Schäuble noch einmal allen Rednern für ihre interessanten Vorträge.
