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Deutschland: Komplizierte „Rettung“ auf dem Rhein

Wiesdorf (Deutschland): Die städtische Berufsfeuerwehr hat gemeinsam mit DLRG und THW sowie mit der Werkfeuerwehr des Chempark eine Wasserrettungsübung durchgeführt. Dabei verlief die Bergung einer Übungspuppe anders als geplant.

Eine gemeinsame Wasserrettungsübung der städtischen Berufsfeuerwehr mit DLRG und THW sowie mit der Werkfeuerwehr des Chempark verlief anders, als geplant. Eine Übungspuppe, vom Bayer-Kai aus ins Wasser geworfen, sollte von der Bootsbesatzung der Leverkusener Feuerwehr wieder aus dem Wasser gefischt werden. Die Puppe trieb aber nicht wie geplant den Rhein hinunter, sondern blieb vor dem Bug eines am Kai liegenden Schubleichters hängen, aus dem Chemikalien gepumpt wurden. Eine schwierige Situation, denn an die Puppe mit Zwangslage, die wie ein Korken vor der Schiffsstahlwand dümpelte, ließ sich nicht so einfach herankommen. Die Strömungsgeschwindigkeit des Hochwasser führenden Rheins betrug gestern acht Kilometer pro Stunde.

Nach einer halben Stunde endlich kam die Übungspuppe von alleine frei. Dann dauerte es nur noch wenige Minuten, bis die Feuerwehr ihre Bergung schaffte. Ein Mensch wäre vermutlich längst nicht mehr am Leben gewesen, der Rhein hat zur Zeit elf Grad. Laut Feuerwehr beträgt bei dieser Temperatur die verbleibende Lebenszeit oft weniger als zehn Minuten.

Was lernt man? Besser im Winter nicht in den Rhein fallen. Eine Übung, bei der ein Dummy angeseilt am Kai hängend geborgen wurde, verlief problemlos.

Leverkusener Anzeiger

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