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Stmk: 11-jähriger Jungfeuerwehrmann löscht Brand bei Oma

Unterwald (Stmk): Der Jungfeuerwehrmann Maximilian Müller (11) verhinderte einen Großbrand im Haus seiner Mutter. Beim Anzünden einer Kerze hatte sich Deko aus Watte entzündet. In der Schule, bei Freunden und der Feuerwehr war der Elfjährige ein gefeierter Held.

„Plötzlich hat’s einen Fluscher gemacht“, schildert Maximilian Müller. Der elfjährige Hauptschüler aus Unterwald im Bezirk Voitsberg saß Dienstagnachmittag, 6. November 2012, gerade am Wohnzimmertisch, als nur zwei Meter weiter auf einem Küchentisch eine Stichflamme in die Höhe schoss.

Eine selbst gebastelte Deko-Winterlandschaft aus Watte war in Flammen aufgegangen. Geistesgegenwärtig holte der Jungfeuerwehrmann, dessen Mutter zur selben Zeit im Heizraum war, den Feuerlöscher vom Stiegenaufgang. „Der Kasten war voller Glut“, beschreibt der Elfjährige. Durch das couragierte Eingreifen konnte der Schüler die Gefahr mit ein paar gezielten Stößen aus dem Löscher rasch bannen.

„Leider hab‘ ich dabei den Vorhang angesprüht“, erzählt Maximilian, was seiner Mutter ein Lächeln kostet. Sie hatte eine Kerze angezündet. Dabei dürfte ein Funke in die Watte geflogen sein, der erst, als sie nicht mehr im Zimmer war, zur Stichflamme führte. „Dass der Vorhang nicht zu brennen begonnen hat, war großes Glück. Ich bin einfach nur stolz auf Maximilian, dass er so schnell reagiert hat. Am Mittwoch war ich den ganzen Tag total fertig“, so Monika Müller, die mit Grauen daran denkt, was passieren hätte können.

Erst vor eineinhalb Jahren war ihr Mann und Vater von Maximilian und Bruder Richard (20) verstorben. Und vor drei Wochen brannte in der Nachbarschaft ein Wirtschaftsgebäude nieder. „Noch einen Schicksalsschlag können wir nicht brauchen.“

In der Schule, bei Freunden und der Feuerwehr war der Elfjährige am Mittwoch ein gefeierter Held. Dass er mit einem Feuerlöscher überhaupt umgehen konnte, ist seinem Hobby zu verdanken. Schon einen Tag nach seinem zehnten Geburtstag trat Maximilian der FF Ligist bei. „Seither verbringt er fast jede freie Minute dort“, betont seine Mutter.

Kleine Zeitung

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