Ktn: Feuerwehren im Jauntal kämpften gegen die Fluten
Jauntal (Ktn): Am Montag, dem 5. November 2012, standen sämtlichen Feuerwehren des Abschnittes Jauntal im Dauereinsatz. Das Jahrhunderthochwasser, das über weite Teile des Jauntales zog, setzte zahlreiche Keller unter Wasser. Am schlimmsten hat es die Ortschaft Bad Eisenkappel erwischt.
Bereits in den frühen Morgenstunden wurden die ersten Feuerwehren von der Landes Alarm- und Warnzentrale (LAWZ) alarmiert. Durch die starken Wassermassen und Verklausungen gab es zahlreiche Überflutungen und Murenabgänge.
Bad Eisenkappel im Ausnahmezustand
Am schlimmsten hat es die Ortschaft Bad Eisenkappel erwischt. Hier gab es zahlreiche Murenabgänge, die sogar Teile der Ortschaft von der Öffentlichkeit abschnitten. Um der aktuellen Lage Herr zu werden, wurde ein Krisenstab eingerichtet. Einsatzleiter Bezirkshauptmann Gerd Klösch machte sich zusammen mit einem Geologen des Landes Kärnten, der Feuerwehr und der Gemeinde ein aktuelles Bild der Lage. Weitere Maßnahmen werden aktuell noch besprochen.

Weitere Gemeinden betroffen
Auch die Gemeinde Eberndorf hatte mit den Wassermassen zu kämpfen. Der Keller der Raiffeisenbank Eberndorf wurde komplett überschwemmt. In Kühnsdorf mussten die Feuerwehren gegen die Wassermassen des Seebaches mit Sandsäcken ankämpfen. Auch in weiteren Ortschaften des Jauntales mussten die Feuerwehren zu zahlreichen Pumparbeiten alarmiert werden. Teilweise standen Feuerwehren bei mehreren Einsatzorten gleichzeitig im Einsatz.
„Die aktuelle Lage scheint sich mittlerweile zu entspannen, trotzdem muss man die Gefahr nicht außer Acht lassen“, so ABI Siegfried Tschemernjak.

Um die Situation einzudämmen, wurden Pumpen aus dem Katastrophenlager des Landesfeuerwehrverbandes geholt. Die Feuerwehren welche über 24 Stunden bereits durchgehend im Einsatz standen, sind auch am Vormittag noch zu zahlreichen Einsätzen ausgerückt.
„Ich möchte mich bei allen Kameraden recht herzlich für ihr ehrenamtliches Engagement bedanken, durch das Rasche eingreifen konnte Schlimmeres verhindert werden“, so Tschemernjak.
