Brand

Nö: Explosion bei Silobrand in Krems

Krems an der Donau (Nö): Nachdem in den Nachtstunden der Silo mittels Wärmebildkamera immer wieder kontrolliert wurde, spitzte sich die Lage in den Morgenstunden des 30. Oktober 2012 dramatisch zu.

Kurz nach einer Kontrolle mittels Wärmebildkamera, während die Feuerwehr und der Besitzer auf den Saugwagen einer Firma warteten um die Sägespäne aus den Silo zu entfernen ereignete sich eine gewaltige Explosion die das Dach des Silos wegriss. Kurzzeitig erhoben sich die Flammen bis zu 20m über den Silo um jedoch nach wenigen Sekunden zu erlöschen.

Während über die BAZ Krems sofort die erhöhung der Alarmstufe auf B3 veranlasst wurde, wurde von den eingesetzten Kräften im Gebäude der Tischlerei eine erste Erkundung unter umluftunabhängigen Atemschutz vorgenommen. Hier konnte jedoch keinerle Flammenbildung bzw. eine Erwärmung des Silos festgestellt werden.

Nach dem eintreffen weiterer Kräfte wurde mit Hilfe der Drehleiter eine erste Erkundung im Bereich des Silos durchgeführt. Durch die enorme Entfernung des Silo von den möglichenAufstellflächen der Drehleiter konnte dieser jedoch nicht erreicht werden. Vorerst war nur ein massiver Austritt von Kohlendioxid und eine geringe Flammenbildung im Bereich des Dachstuhls bzw. der Holzverkleidung zu erkennen. Diese Brände wurde mit Hilfe eines C-Strahlrohres rasch abgelöscht.

Nach dem Öffnen des Silos bei einer Türe knapp über dem Dach konnte festgestellt werden, dass die Sägespäne im Silo nur in einem geringem Ausmaß brennen. Diese wurden vorsichtig abgelöscht und die Vorbereitungsarbeiten zum absaugen der Sägespäne konnten starten.

Mittels Saugwagen einer privaten Firma wurde eine Leitung auf das Dach gelegt und ein Mann mit Atemschutz, gesichert mit einen 5-Punkt Gurt von Kran Krems, kletterte in den Silo und begann die Sägespäne abzusaugen. Um den Feuerwehrmann optimal gegen das wiederaufflammen der Sägespäne zu schützen, wurden zwei komplett unabhängige Löschleitungen auf das Dach gezogen und Atemschutztrupps standen bereit, notfalls einzugreifen.

Das abgesaugte Material wird am Gelände einer benachbarten Firma aus dem Saugwagen gekippt und abgelöscht. Im Anschluss daran wird es mit einem Radlader in einen Container verladen und zur Entsorgung abtransportiert.

Der Einsatz ist derzeit noch voll am Laufen und wird sicherlich bis in die Nachstunden dauern.

FF Krems an der Donau

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BERICHT DER FF KREMS:
Am Montag, dem 29. Oktober, wurde vom Inhaber und Geschäftsführer einer Tischlerei in Krems gegen 11:00 Uhr der Brand eines mit Sägespänen gefüllten Silos gemeldet. Vom Disponenten der Bezirksalarmzentrale Krems wurde daraufhin die Hauptwache der Freiwilligen Feuerwehr Krems als örtlich zuständige Feuerwehr alarmiert.

Aufgrund einer ersten Erkundung wurde vom Einsatzleiter der Feuerwehr gemeinsam mit dem Firmeninhaber die sogenannte Inertisierung, d.h. die Flutung des Silos mit Stickstoff, beschlossen. Durch den Stickstoff sollten die Flammen und Glutnester in dem etwa zur Hälfte befüllten Silo (60 m3 Inhalt) über Nacht erstickt werden.

Nach einer entsprechender Vorlauf- und Anfahrtszeit traf kurz nach 15.00 Uhr ein LKW der Fa. Messer Austria mit rund 20 Tonnen Stickstoff am Einsatzort ein. Bis kurz nach 20:00 Uhr wurden entsprechende Zugangsöffnungen zum betonierten Silo geschaffen und der Behälter mit dem Stickstoff geflutet.

Während der Nachtstunden wurde der Silo sowie das Betriebsareal regelmäßig auf Temperatur, Sauerstoff-Gehalt und Stickstoff-Gehalt überwacht. Stickstoff ist schwerer als Luft und sinkt zu Boden, weshalb in tieferliegenden Räumen mitunter Erstickungsgefahr droht. In den Morgenstunden sollte der Silo kontrolliert geöffnet, und das Lagergut mit einem Spezial-Trockensaugwagen der Fa. Schauer aus St. Pölten abgesaugt und ggf. abgelöscht werden.

Noch vor der Öffnung des Behälters meldeten jedoch kurz vor 08:00 Uhr mehrere Anrufer eine Verpuffung im Bereich des Silos sowie Stichflammen aus dem Dach des Silos. Umgehend wurden von der Bezirksalarmzentrale Krems alle acht Feuerwachen der Freiwilligen Feuerwehr Krems sowie die Betriebsfeuerwehr Voest Alpine Krems verständigt. In weiterer Folge wurden die Betriebsfeuerwehren Brantner GmbH Krems, Dynea Austria GmbH Krems sowie Eybl Krems zum Einsatz hinzugezogen um die eingesetzten Kräfte abzulösen.

Zur Zeit wird der Silo vom Dach aus, unter größten Sicherheitsvorkehrungen für die Mannschaft, kontrolliert abgesaugt und das Brandgut Nachlöscharbeiten zugeführt sowie der Silo weiterhin mit Stickstoff geflutet um ein Aufflammen der Glutnester und eine mögliche Staubexplosion zu verhindern. Zur Sicherung der Dachkonstruktion des Silos bzw. der im Dachbereich eingesetzten Feuerwehrmitglieder steht Kran Krems im Einsatz.

Eingesetzte Kräfte:
Freiwillige Feuerwehr Krems mit allen 8 Feuerwachen (ca. 150 Mitglieder, 20 Fahrzeuge)
Betriebsfeuerwehr Voest Alpine Krems (12 Mitglieder, 2 Fahrzeuge)
Betriebsfeuerwehr Dynea Austria GmbH Krems (7 Mitglieder, 1 Fahrzeug)
Betriebsfeuerwehr Brantner GmbH Krems (5 Mitglieder, 1 Fahrzeug)
Betriebsfeuerwehr Eybl Krems (5 Mitglieder, 1 Fahrzeug)
Polizei Krems (mehrere Polizeibeamte, mehrere Fahrzeuge)
Brandursachenermittlung
Rotes Kreuz Krems (3 Sanitäter, 1 RTW)
Fa. Messer Austria GmbH (2 Mitarbeiter, 2 Fahrzeuge)
Fa. Schauer Umwelttechnik GmbH (2 Mitarbeiter, 1 Fahrzeug)

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