Ktn: AS-Ausbildung im Bezirk St. Veit/Glan – „Sicher durchs Feuer“

Althofen (Ktn): Am vergangenen Wochenende, 27. und 28. Oktober 2012, gingen in Althofen mehr als 200 Florianijünger aller 47 Feuerwehren des Bezirkes St. Veit/Glan im wahrsten Sinn des Wortes „durchs Feuer“.
Grund war die Möglichkeit einer realitätsnahen Ausbildung für Atemschutzträger in einer mobilen und gasbefeuerten Brandsimulationsanlage im Zuge einer Bezirksatemschutzeinsatzübung. Im Inneren eines Brandcontainers galt es verschiedene computergesteuerte Einsatzsituationen bei heißer Umgebung, unter anderem auch den von Feuerwehrleuten gefürchteten „Flash-Over“, zu bekämpfen. Die Feuerwehrmitglieder wurden bei Temperaturen von bis zu 550°C bis an ihre Leistungsgrenzen gebracht. Das sich die Initiative „Sport in der Feuerwehr“ sowie die konsequenten und strengen Untersuchungen aller Atemschutzträger auszahlen, bewies, da es während der gesamten Übung zu keinen schweren Verletzungen oder Unfällen kam und das vor Ort in Bereitschaft stehende österreichische Rote Kreuz nicht aktiv werden musste.

Das Vorgehen der 70 Atemschutztrupps wurde durch einen Leitstand im Container beobachtet, analysiert und anschließend mit den eingesetzten Kräften nachbesprochen. Zusätzlich erfolgte eine Schulung über den Einsatz von einem Hohlstrahlrohr, der richtigen Taktik bei einem Innenangriff (Wohnungsbrand) sowie die richtige Geräteversorgung und Wiederherstellungen der Einsatzbereitschaft nach einem Atemschutzeinsatz. Die Durchführung der Bezirksatemschutzeinsatzübung in heißer Umgebung wird ergänzend zur Atemschutzausbildung im Brandhaus der Landesfeuerwehrschule, alle 4 Jahre im Bezirk St. Veit/Glan durch das Bezirksfeuerwehrkommando St. Veit/Glan organisiert. Ziel ist es alle Atemschutzträger des Bezirkes in regelmäßigen Abständen zu schulen. Nach der Übung zeigte sich Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Ing. Egon Kaiser, MSc und der Bezirksatemschutzbeauftragte BI Dr. Heinz Novak bestätigt, dass nur Übung Sicherheit bringen kann: „Die perfekte Ausrüstung, die richtige Taktik und eine gute theoretische aber auch praktische Ausbildung sind der Garant, dass die immer anspruchsvolleren Brandeinsätze mit Professionalität bewältigt werden können.“
