Bayern: Sieben Verletzte durch Holzkohlegrill & Badezimmerbrand in München
München (Bayern): Ein Rettungswagen wurde am Morgen zu einem Notfalleinsatz in ein Wohnhaus in Berg am Laim gerufen. In der Wohnung im 1. Stock des Anwesens befanden sich sieben Personen.
Alle litten unter Kopfschmerzen, Übelkeit und Herzrasen. Vor Ort stellte sich schnell heraus, dass ein Holzkohlegrill Ursache der Beschwerden war. Die Besatzung des Rettungswagens reagierte schnell, lüftete sofort die Räumlichkeiten und forderte Verstärkung an. Am Vorabend wurde mit dem Holzkohlegrill auf dem Balkon gegrillt. Danach wurde der noch nicht erloschene Grill in der Wohnung abgestellt. Im Laufe der Nacht zogen sich die sieben Personen, drei Männer, drei Frauen und ein 11 Jahre altes Kind, Kohlenmonoxidvergiftungen zu.
Mehrere Rettungswagen sowie ein Feuerwehr-Notarzt versorgten die Patienten und brachten sie in Krankenhäuser. Einsatzkräfte der Feuerwache Ramersdorf führten in der Wohnung Messungen durch. Die Lüftungsmaßnahmen der ersteintreffenden Rettungsdienstbesatzung hatte zu diesem Zeitpunkt bereits Erfolg gezeigt. In der Wohnung konnte mit den Messgeräten der Feuerwehr kein Kohlenmonoxid mehr nachgewiesen werden. Der Holzkohlegrill wurde auf dem Balkon abgestellt.
Eine der Frauen, die schwanger ist, wurde nach der klinischen Untersuchung zur Feuerwache Ramersdorf gebracht. Dort wird sie in der ständig einsatzbereiten Taucherdruckkammer der Berufsfeuerwehr geschleust. Bei dieser Schleusung handelt es sich um eine Sauerstoffüberdruckbehandlung, mit dessen Hilfe die Kohlenmonoxidvergiftung therapiert werden kann.
Feuer im Badezimmer:
In der Wohnung einer älteren Dame brannte es gegen 23.15 Uhr des 26. Oktober 2012 im Badezimmer. Ein Nachbar wurde auf das Unglück aufmerksam. Er versuchte die Frau aus der Wohnung zu retten. Das Vorhaben musste er aufgrund der starken Rauchentwicklung abbrechen. Erst der Feuerwehr gelang es, die Betroffene aus der Wohnung zu retten. Der Brand im Badezimmer im 3. Stock konnte schnell gelöscht werden. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde das Gebäude durch die Feuerwehr geräumt. Nach Abschluss der Löscharbeiten konnten alle Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Die ältere Dame wurde durch den Rettungsdienst und einen Feuerwehr-Notarzt vor Ort versorgt. Sie erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Den hilfsbereiten Nachbarn untersuchte der Notarzt ebenfalls. Er konnte Zuhause bleiben. Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf ca. 15.000 Euro.
http://www.feuerwehr.muenchen.de -> Berufsfeuerwehr München
