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Deutschland: Katastrophenalarm nach Chemieunfall bei Kraft Foods

Bad Fallingbostel (Deutschland): Giftige Gase traten aus – 800 Menschen in Sicherheit gebracht, keine Verletzten

Nach einem Chemieunfall in einem Werk des Nahrungsmittelkonzerns Kraft Foods im niedersächsischen Bad Fallingbostel hat sich am 16. Oktober 2012 eine giftige Gaswolke aufgelöst. „Es tritt kein Gas mehr aus“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Dienstagmorgen. Zur Sicherheit bleibe trotzdem vorerst der Katastrophenalarm bestehen. Erst im Laufe des Tages werde es eine komplette Entwarnung geben.

Säure sei versehentlich in einen Behälter mit Natron-Lauge gekippt worden, wie der Sprecher sagte. Beim Versuch die beiden Stoffe wieder voneinander zu trennen, sei gegen Abend eine Gaswolke ausgetreten. Der Vorfall habe sich bereits zu Mittag ereignet, sagte der Sprecher der Feuerwehr, Stephan Meyer. Beim Einatmen und bei Hautkontakt sei die Wolke gesundheitsgefährdend. „Die Gase sind ätzend. Man sollte da nicht reinlaufen“, so Meyer. Zwischenzeitlich wurde sogar die Autobahn rund um Bad Fallingbostel vollgesperrt.

Auch Anwohner rund um das Werk wurden vorsorglich aus ihren Häusern geholt. Laut Feuerwehr betraf die Evakuierung einen Umkreis von 500 Metern. Nach Angaben des Unternehmens und der Feuerwehr wurde niemand verletzt, rund 1.800 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Rund 400 Einsatzkräfte waren laut Feuerwehrsprecher in der Nacht an den Arbeiten beteiligt.

Der Standard

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