Oö: Rechnungshofbericht 2012 -> 13 Feuerwehren nehmen Stellung
Abschnitt Pregarten (Oö): Stellungnahme der 13 Feuerwehren des Abschnittes Pregarten zum aktuellen OÖ.Landesrechnungshofbericht über das Reformprojekt „Feuerwehr 2030“
Das am Freitag, 14.9.2012, präsentierte Ergebnis der Initiativprüfung des OÖ.Landesrechnungshofes lässt in den Medien und in den Feuerwehren die Wogen hoch gehen. Leider reduzieren sich die Aussagen wieder einmal nur auf Einsparungen bei den Feuerwehren, auf die grundsätzlichen Probleme wird wieder nicht eingegangen. Wie man mit derartigen Berichten im Hintergrund ehrenamtliche Mitglieder motivieren soll, wenn sie keinen Feuerwehrauftrag mehr haben, das fragt sich auch unser Landesfeuerwehrkommandant.
Jedes aktive Feuerwehrmitglied, das
• seine Freizeit unentgeltlich in den Dienst der Allgemeinheit stellt
• sich laufend fortbildet und dafür Urlaub nimmt
• Verantwortung übernimmt (z.B. im Kommando, als Jugendbetreuer etc.)
• sich Gefahren stellt
• Leben rettet und dabei auch sein eigenes Leben einsetzt
• Sachwerte schützt
• Feuerwehrhaus und Geräte wartet
• Bund, Länder und Gemeinden durch diesen persönlichen Einsatz finanziell entlastet
hat sich den Vorwurf, „Ihr seid zu teuer!“, nicht verdient.
Motivation sieht anders aus.
Und wenn durch diese unnötigen Diskussionen Mitglieder verloren gehen, dann kann das nie wieder gut gemacht werden.
„Feuerwehrhäuser und Einsatzfahrzeuge kann man kaufen – Feuerwehrleute muss man gewinnen!“
Menschen für den Dienst am Nächsten zu gewinnen ist eine schwierige, aber lohnende Aufgabe, darf aber durch künstlich angeheizte Diskussionen nicht erschwert bzw. unmöglich gemacht werden.
Wir bitten daher alle Verantwortlichen in den Gemeinden, die Vertreter aus Politik und vor allem die Medien, endlich klarzustellen, dass das Feuerwehrwesen, so wie es in Oberösterreich gelebt wird, nie zu teuer sein kann, wenn alle wie derzeit
freiwillig mitarbeiten.
Auf Grund der Tatsache, dass wir in einem halben Jahr Neuwahlen in den Feuerwehren haben und wir teilweise neue Kommandanten und Funktionäre brauchen, ist es jetzt besonders wichtig, den Kameradinnen und Kameraden, die sich dieser hohen Verantwortung stellen, den Rücken zu stärken. Abschließend möchten wir festhalten, dass uns klar ist, dass Reformen wichtig und notwendig sind, aber nicht auf Kosten der Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen.
Gedanken eines Feuerwehrmannes…
wir arbeiten freiwillig und unentgeltlich, also wo sollen wir sparen…..
Wenn Geräte, Fahrzeuge und Häuser zu teuer sind (aber zB. für ein Musiktheater ist Geld da…..)
dann ……………
brauchen wir dass alles nicht mehr tun
brauchen wir unsere Familien bei Unwettern nicht mehr alleine lassen
brauchen wir uns nach schwierigen Einsätzen die belastenden Gedanken nicht mit nach hause nehmen
dann haben wir wieder mehr Freizeit und wir brauchen uns keine Vorwürfe mehr machen lassen
dann brauchen sich die Kommandanten keine Sorgen mehr über Finanzierung machen
Wir können auch anders
also bitte helft uns
damit es nicht so weit
kommt!!
„Das keine Feuerwehr mehr kommt“
Unser Blick ist verantwortungsvoll in die Zukunft gerichtet, auf unsere Feuerwehrjugend, auf eine gute Ausbildung aller Aktiven und auf bestens gewartetes und funktionstüchtiges Einsatzgerät – das Sicherheitsnetz der oberösterreichischen
Bevölkerung.
„Freiwillig, unentgeltlich, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr“.
Für die 13 Feuerwehren des Abschnittes Pregarten
Brandrat Johann Pötscher
