Tirol: Sturm zog Spur der Verwüstung

Tirol: Ein schwerer Sturm hat am Samstagabend, den 25. August 2012, im Tiroler Unterland für Verwüstungen gesorgt.
Besonders betroffen ist Ellmau. Mehrere Dächer wurden abgedeckt und etwa 15 Häuser wurden zum Teil schwer beschädigt. Schwer beschädigt sind in Ellmau das Feuerwehrhaus und das Gemeindehaus. Die Feuerwehr war die ganze Nacht im Einsatz, auch die Berufsfeuerwehr Innsbruck kam mit einem großen Kran und einer Hebebühne zu Hilfe. Leute wurden keine verletzt, wegen des starken Regens waren die Straßen schon zuvor praktisch menschenleer. Augenzeugen berichten, Windhosen zu sehen gewesen seien.

Bäume sind bei Reith bei Kitzbühel in die 110-kV Leitung gefallen. Besonders stark betroffen war das Hotel Tom Sojer, im Saunabereich hob der Sturm das Dach über den Gästen weg. In Angath deckte der Sturm das Dach eines Bauernhauses ab. In Wörgl wurde das Dach am Sportplatz abgedeckt und schwer beschädigt.

Durch den Strom waren am Samstagabend im Unterland auch insgesamt 36.000 Haushalte ohne Strom. Bis etwa 21.25 Uhr konnte der Großteil der Stromversorgung wieder hergestellt werden. Besonders betroffen war der Raum zwischen Kirchbichl und St. Johann. Von den Stromausfällen betroffen waren aber auch der Raum Wörgl, das Brixental und die Wildschönau. Kunden, die noch keinen Strom haben, weil das Niederspannungsnetz betroffen ist, sollen sich laut TIWAG-Netz AG bei der Hotline 050708 – 123 melden.
Bäume stürzten auf Inntalautobahn
Die Loferer Straße musste wegen umgestürzter Bäume bei Ellmau gesperrt werden, konnte aber um etwa 20.00 Uhr wieder für den Verkehr frei gegeben werden. Umgestürzte Bäume behinderten den Verkehr auf der Inntalautobahn bei Wörgl-Ost, während der Bergungsarbeiten musste die Richtungsfahrbahn Innsbruck gesperrt werden. In Wörgl und Angerberg wurden Personen durch umgestürzte Bäume in ihren Fahrzeugen eingeklemmt, sie mussten von den Einsatzkräften befreit werden. Gegen 18.00 Uhr ging in Seefeld im Bereich der „Rosshütten-Klamm“ laut Polizei eine Mure ab, vorerst wurde aber nur ein Forstweg teilweise verschüttet. Zu Behinderungen kam es auch auf der B182, der Brennerstraße, nach einem Erdrutsch musste sie zwischen Innsbruck und Schönberg gesperrt werden.
