Bgld: Auto eines Schwammerlsuchers mitten im Waldmorast geborgen

Neustift/Rosalia (Bgld): Am 31. Juli 2012 wurde die FF Neustift/Rosalia um ca. 15.20 Uhr von HLM Thomas Strodl Feuerwehrmitglied aus Wiesen telefonisch davon in Kenntnis gesetzt, dass ein Mann aus Wiesen seinen Pkw im Raum Schreinermühle sucht.
Dieser war Schwammerlsuchen und ist im Wald mit seinem Fahrzeug stecken geblieben und zu Fuß nach Wiesen marschiert.
Nach einigen Telefonaten konnte Zugskommandant HBM Franz Nussbaumer jun. (FF Wiesen), der mit seinem Traktor in diesem Raum Holztransporte durchführt, erklären, wo die Feuerwehr das Fahrzeug finden würde. Normal kann man in diesen Bereich des Waldes nur mit geländegängigen Fahrzeugen (KLFA Pinzgauer, Allradtraktor oder Harvester) fahren.

Da eine Fahrzeugbergung nur von Forchtensteiner Seite erfolgen konnte, lösten die FF Neustift um 16.00 Uhr über die LSZ Burgenland einen stillen Alarm mittels Handy aus. Da man schon eine Vorahnung hatte, was die Helfer erwarten würde, ersuchten sie Feuerwehrmitglied HLM Geisendorfer F. sen. um Unterstützung mit seinem Allradtraktor.
Alleine die Anfahrt dauerte fast 25 Minuten, da man erst mit dem Schild der Seilwinde die durch den Regen entstandenen Furchen beseitigen musste, um überhaupt zum Einsatzort zu kommen. Dort angekommen (Anfahrt war nur mit KLFA Pinzgauer und Allradtraktor möglich) standen die Feuerwehr vor dem nächsten Problem: Der Pkw stand auf der anderen Bachseite. Ein Rätsel, wie man mit einem Auto überhaupt dorthin kommt.

Mittels Holz baute man eine Behelfsbrücke, um das Auto mit der Seilwinde auf die andere Seite ziehen zu können. Einige Mitglieder schnitten einstweilen mittels Motorsäge den Fahrweg frei, um den Pkw anschließend durch einen Hohlweg wieder auf festen Boden ziehen zu können. Auf eine Länge von 400 m musste der Traktor immer wieder vorfahren und den Pkw mit der Winde aus dem aufgeweichten Boden ziehen.

Nach rund eineinhalb Stunden schweißtreibender Arbeit hatten die Einsatzkräft den Pkw aus dem Waldstück gezogen. Anschließend mussten noch die Fahrzeuge vom Dreck und Schlamm gereinigt werden. Um 18.30 Uhr konnte wieder die Einsatzbereitschaft hergestellt werden.
