Spanien: Waldbrände fordern drei Menschenleben
Spanien: Bei Bränden im Nordosten Spaniens sind am Sonntag, 22. Juli 2012, drei Menschen getötet worden. Mehr als 20 Menschen seien durch die Feuer nahe der Stadt La Jonquera an der Grenze zu Frankreich verletzt worden, teilte die katalanische Regionalregierung mit.
Den Angaben zufolge starben ein Mann und seine 15-jährige Tochter, als sie sich nahe der Stadt Portbou vor den Flammen ins Meer flüchteten und dort ertranken. Ein etwa 70-jähriger Mann sei beim Löschen der Flammen nahe seinem Haus in Llers einem Herzinfarkt erlegen. Mehrere Menschen hätten schwere Verletzungen erlitten, unter anderem ein Mann, der in seinem Auto von den Flammen eingeschlossen wurde. Nach Angaben von Feuerwehrleuten wurden rund hundert Menschen durch die Brände leicht verletzt.
Die Brände waren am Sonntagmittag, 22. Juli 2012, nahe La Jonquera ausgebrochen und zerstörten bis zu 13.000 Hektar Land. Die Feuerwehr forderte tausende Bewohner von neun Städten, darunter La Jonquera und Biure, auf, zuhause zu bleiben und Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Über der Region standen hohe schwarze Rauchsäulen. 93 Teilnehmer eines Sommerlagers, darunter 74 Kinder, wurden auf einem Militärstützpunkt in Sicherheit gebracht. Mehrere Straßen mussten gesperrt werden, ebenso wie die Zug-Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Spanien und Frankreich.
Auch in Frankreich rund um das Dorf Le Perthus in den Ausläufern der Pyrenäen wüteten am Sonntag dutzende Brände. Sie konnten aber bis zum späten Sonntagabend unter Kontrolle gebracht werden.
