Oö: Übung: Verkehrsunfall mit Gefahrgut-Lkw

Krenglbach (Oö): „Verkehrsunfall/eingeklemmte Person“: Mit diesen Schlagworten startete am Mittwoch, 27. Juni 2012, um kurz nach 19.00 Uhr eine Gruppenübung der Feuerwehr Krenglbach.
Ein Pkw, der beim Linksabbiegen einen Fussgänger übersieht, diesen unter den im Querverkehr fahrenden Lkw (orange Warntafel) katapultiert und weil selbst auch nicht mehr zum Stillstand kommend den Fussgänger zwischen Lkw und Pkw einklemmt. Der Lkw-Fahrer verreisst das Steuer, kommt auf den Randstein, der – wie sich nachher bei der Lageerkundung herausstellt – Tank mit brennbarer, ätzender Flüssigkeit bekommt einen Riss und leckt; so die Annahme zu dieser Übung.

Die anfahrenden Feuerwehrkräfte werden vom bereits vor Ort befindlichen Rot-Kreuz-Fahrzeug eingewiesen, der Einsatzleiter Feuerwehr lässt seine vorrückenden Kräfte zwecks Eigenschutz mit schwerem Atemschutz ausrüsten – Lageerkundung ergibt Lkw mit oranger Warntafel; im Heckbereich läuft Flüssigkeit aus und schwerer Nebel kriecht den Aufbau entlang; Fussgänger klemmt zwischen Pkw und Lkw-Aufbau, Pkw Lenker im Fahrzeug eingeklemmt.

Noch war unklar, was der Lkw geladen hatte. Größtes Augenmerk galt der schnellstmöglichen Rettung der beiden verunfallten Personen; Lenker Pkw und dem einklemmten Fussgänger. Als nach Vorrücken der Atemschutzkräfte beim Pkw auch noch Flammen aus dem Fahrzeug schossen wurde mittels Crashrettung der Lenker in Sicherheit gebracht und dem Rettungsdienst übergeben.

Der eingeklemmte Fussgänger wurde ebenso geborgen und dem Roten Kreuz zur weiteren Versorgung übergeben. Nach näheren Angaben des Fahrers wurde zeitgleich festgestellt dass der Lkw „Bohricin“ UN2924 (Instrumentendesinfektionsmittel) geladen hatte. Hierzu wurde zwecks näheren Informationen mit der Bezirkswarnstelle Wels Kontakt aufgenommen.

Bei der abschliessenden Übungsnachbesprechung wurden die Themen „Gefahrenguterstinformation, Gefahrgutsuche im Hommel“ und das „Zusammenspiel der Einsatzorganisationen“ bei solchen Szenarien besprochen.

Abschliessend noch einen herzlichen Dank an alle Übungsbeteiligten, dem Roten Kreuz Wels, der Firma Jöchtl Trans, Wallern, für die Bereitstellung des Lkw, und der Firma Linde Gas, Stadl-Paura, für das Trockeneis zur Gefahrstoffsimulation.
