Medien / Fotografen

Deutschland: Schwerer Brand im Feuerwehrhaus in Ruppichteroth

Ruppichteroth (Deutschland): Die Ruppichterother Feuerwehr musste am Mittwochabend, 27. Juni 2012, einen Brand in ihrem eigenen Feuerwehrhaus löschen. Ein defektes Küchengerät hatte den Brand verursacht und das Obergeschoss samt Treppenhaus in Rauch gehüllt.

Zu ihrem eigenen Feuerwehrhaus in der Dr.-Herzfeld-Straße musste am Mittwochabend die Ruppichterother Feuerwehr eilen. Ein defektes Küchengerät hatte gebrannt und das Obergeschoss samt Treppenhaus in dichten Rauch gehüllt. Bemerkt wurde das Feuer erst, als ein Feuerwehrmann zufällig am 2006 erbauten Gerätehaus vorbeifuhr. Das Obergeschoss muss nun kernsaniert werden, die Mannschaftsräume und das Treppenhaus sind von schwarzem Ruß überzogen, die Einrichtung zerstört.

Wenige Sekunden nach dem Alarm eilte Einsatzleiter Alexander Franken aus der Nachbarschaft heran, schnell rückten die restlichen Wehrmänner nach. Sofort ordnete Franken an, die Feuerwehrautos aus dem Gebäude zu fahren. Durch die Rauchschutztüren konnten Fahrzeughalle und Umkleideräume problemlos betreten werden. Mit Atemschutzgeräten rückte ein Angriffstrupp vor, als Brandherd stellte sich die Küche heraus. „Löschen mussten wir nicht mehr“, so Franken. Das Feuer sei schon mangels brennbarem Material ausgegangen. Es reichte, alle Fenster zu öffnen und zu lüften.

Durch die enorme Hitze platzte eine Fensterscheibe, die Plastikverkleidung einer Neonröhre schmolz. Möglich ist, dass der Brand schon mehrere Stunden vor sich hinschwelte, wie zuletzt im Ruppichterother Kindergarten. Sobald die Versicherung das Feuerwehrhaus untersucht hat, soll ein Brandsanierer mit den Arbeiten beginnen. Dann erst kann die Schadenshöhe beziffert werden – vermutlich mehrere zehntausend Euro.

„Das ist ein herber Rückschlag“, sagte Franken. Viele Kameraden seien geknickt, dass ihr Feuerwehrhaus so in Mitleidenschaft gezogen ist. Erst vor sechs Jahren war es erbaut worden. Nach und nach hatte es sich der Löschzug eingerichtet. Tagungsraum, Tischkicker, eine kleine Bar – alles muss nun erneuert werden. „Am schwierigsten wird es, die Schadstoffe des giftigen Rauches zu beseitigen“, erklärte Franken. Dafür muss auch die Decke abgenommen werden. Bis zum Feuerwehrfest in sechs Wochen wird die Sanierung nicht abgeschlossen sein. Ausfallen wird die Feier deshalb aber nicht, sind sich die Kameraden sicher. Auch die Ferienpass-Aktion soll stattfinden. „Feuerwehr ist Improvisationshandwerk“, sagte Franken. Man werde sich schon zurechtfinden.

Rundschau Online

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert