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Der neue Rosenbauer US-Commander

Aufgebaut auf eigenem Rosenbauer Fahrgestell, das gab es bislang nur bei Flughafenlöschfahrzeugen. Seit zehn Jahren fertigt Rosenbauer eigene Chassis für das Flaggschiff PANTHER. Seit Anfang 2012 steht nun auch das kommunale US-Feuerwehrfahrzeug auf eigenen Beinen.

Mit dem Commander verfügt Rosenbauer über ein Fahrgestell, das in zwei Achsvarianten und einer Motorisierung bis 600 PS für Fahrzeuge zwischen 14 und 36 Tonnen Gesamtgewicht gebaut wird.

Bewährte Fahrwerkskomponenten
Die Rahmenkonstruktion des Commander besteht aus hochfestem, feuerverzinkten Stahlprofilen mit verstärkten Querträgern unter dem Motorblock. Sie steht für maximale Verwindungssteifigkeit und größtmöglichem Korrosionsschutz. Die übrigen Karosserieteile, insbesondere die Mannschaftskabine, sind aus gestanzten Alu-Platten gefertigt, wodurch das Chassis-Gesamtgewicht reduziert und zusätzliche Beladung oder Besatzung aufgenommen werden kann. Auch der stattliche Kühlergrill ist aus Alu, was dem Commander seine unverwechselbare Identität verleiht.
Angetrieben wird das neue Rosenbauer Chassis von Cummings Motoren mit Leistungen zwischen 260 und 600 PS, als Alternative können auch Aggregate von Navistar/Maxxforce verbaut werden. Für größtmögliche Fahrstabilität und Fahrkomfort sorgen hochwertige Fahrwerkskomponenten.

Frontlenker mit Großraumkabine
Custom Chassis werden in der Regel als Frontlenker gebaut, so auch der Commander. Sein Motor befindet sich unter dem Fahrerhaus, etwas nach hinten versetzt, das verbessert die Fahreigenschaften. Die Kabine lässt sich dadurch großzügiger dimensionieren, weshalb der Commander bis zu 10 Mann befördern kann, während in klassischen amerikanischen Commercial Chassis maximal 6 – 8 Mann Platz finden. Zu Wartungs- und Servicezwecken wird das Fahrerhaus einfach gekippt, wodurch Lüfter, Motor, Nebenabtrieb etc. leichter zugänglich werden.
Die Commander-Kabine wird in verschiedenen Größen und Varianten gebaut, unter anderem auch für Hubrettungsgeräte (Aerials und Platforms) mit einer Leiterablage, oder mit einem um 11“ (28 cm) höher gelegtem Dach, zur aufrechten Bedienung einer Midship-Pumpe aus der Kabine. Ansonsten bieten sie alle denselben Komfort: Für jeden Feuerwehrmann gibt es individuellen Stauraum, um kleine, persönliche Dinge verwahren zu können. Auftritte und Türen wurden gegenüber anderen Custom Chassis verbreitert, um rasch und sicher ein- und aussteigen zu können.
Größere seitliche Fenster und die durchgehende Windschutzscheibe – eine Neuheit bei amerikanischen Feuerwehrfahrzeugen – erlauben eine verbesserte Rundumsicht von jedem Platz der Kabine aus. Sicherheitsgurte und Airbags mit Auslösesensoren sind Standardfeatures, um die Sicherheit während der Anfahrt zu erhöhen. Das Armaturenbrett erstreckt sich über die gesamte Kabinenbreite und bietet 90 verschiedene Positionen für Schalter, Knöpfe, Displays oder Lüftungsauslässe. Die Klimaanlage sitzt nicht wie bei den meisten US-Feuerwehrfahrzeugen in der Mitte des Kabinendaches, sondern ist in den Aufbau integriert. Beleuchtet wird die Kabine mit modernen LEDs, wie übrigens das gesamte Fahrzeug, von den Geräteräumen bis zu Fahrzeugkontur und -umfeldbeleuchtung.

Alle Tests erfolgreich
Das neue Rosenbauer Fahrgestell wurde in CAD-3-D unter Verwendung von Finite-Elemente-Berechnungen konstruiert. Dadurch konnten einzelne Bauteile schon am Computer auf ihre Belastungsgrenzen hin überprüft werden. Die Kabine wurde zahlreichen Crashtests unterzogen. Zudem hat der Commander die von der NFPA (National Fire Prevention Agency) vorgeschriebenen Tests bestanden. Auch in tausenden Testkilometern wurden Fahrstabilität, Kurvenverhalten, Kippsicherheit, Lenkfähigkeit, Traktionskontrolle, Motorerwärmung uvm. überprüft und die geforderte Performance nachgewiesen. In Verbindung mit der Green-Star-Technologie zur Abgasreduktion erfüllt der Commander auch die EPA 2010 der amerikanischen Umweltbehörde (Environmental Protection Agency).
Im März 2012 drehte der Commander am Motor Speedway in Fort Worth, Texas, seine ersten öffentlichen Runden, im April erfolgte auf der FDIC, der größten US-Feuerwehrmesse der offizielle Verkaufsstart. Die Fahrzeuge waren zu sehen, darunter auch die ersten Kundenfahrzeuge für Feuerwehren in Sioux Center, SD und Oakdale, MN. Die Fertigung erfolgt bei Rosenbauer Motors in Wyoming, MN, wo bereits das Chassis für den PANTHER gefertigt wird. Mehr als 40 US-Feuerwehren haben sich bereits für den Commander entschieden.

Rosenbauer

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