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Stmk: Drohnen unterstützten Feuerwehren bei Suche nach Glutnestern

Soboth (Stmk): Internationale Feuerwehr-Großübung auf der Soboth als Test für Auslandseinsätze. Fast 700 Feuerwehrmänner und moderne Drohnen sind dabei. Militär unterstützt aus Luft.

Die Regenfälle der letzten 14 Tage verschaffen uns eine Verschnaufpause. In größeren Tiefen sind die Böden aber nach wie vor staubtrocken. Die Gefahr von Wald- und Flächenbränden kann binnen weniger Tage akut werden.“ Gerfried Bürger, Bezirksfeuerweherkommandant von Klagenfurt-Land und hauptberuflich Bundesheer-Unteroffizier, warnt vor Leichtsinn.

Am 27. und 28. April 2012 wird Bürger als Kommandant den „Katastrophenzug III“ (Bezirke Klagenfurt-Land und -Stadt) bei einer internationalen Feuerwehr-Großübung anführen. Mit seinen beiden Stellvertretern Peter Schrott und Josef Matschnig sowie 60 Mann im Konvoi wartet eine internationale Feuerwehr-Großübung im dicht bewaldeten und unwegsamen Gelände rund um den Soboth-Stausee an der kärntnerisch-steirischen Landesgrenze. „Welche Aufträge wir erhalten, wird sich erst vor Ort herausstellen“, sagt Bürger.

Den „Oberbefehl“ bei dieser „GOAL“ hat der internationale Waldbrandzug des steirischen Landesfeuerwehrverbandes, ein EU-Projekt. Er stellt bei der Übung 400 Mann. Dazu kommen 100 Feuerwehrmänner aus Slowenien sowie 100 Mann des Bezirksfeuerwehrkommandos Wolfsberg. „Auch im Feuerwehrwesen sind internationale Einsätze, wie beim Heer oder anderen Blaulichtorganisationen ein großes Thema“, sagt Bürger. „Wer auf den Zug aufspringt, kann entsprechende Unterstützung bekommen.“ Aus der Luft werden die „Feuer-Kämpfer“ von Hubschraubern des Bundesheers mit Löschbehältern und zwei Heeres-Flächen-Löschflugzeugen unterstützt. Erstmals erprobt wird der Einsatz von Drohnen (unbemannte Klein-Fluggeräte) der Firma „cDrones Carinthian-Robotics“ aus dem Build-Gründerzentrum im Klagefurter „Lakesidepark“. Geschäftsführer Franz Habich, selbst engagierter Feuerwehrmann, und der technische Leiter Markus Quantschnig wollen Bildübertragungen erproben und Möglichkeiten ausloten, mit Infrarotsensoren Glutnester aufzuspüren.
Geschlafen wird auf der Soboth in Zelten. Die Verpflegung kommt aus Feldküchen: Auch das gehört zur Katastrophen-Übung.

Kleine Zeitung

Fachartikel „Drohnen im Feuerwehrdienst“
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