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Ktn: Einblick auf das Jahr 2011 des BFKDO St. Veit an der Glan

St. Veit / Glan (Ktn): Atomkraft und Photovoltaik – eigentlich zwei Energiequellen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten und doch beschäftigen sie die Feuerwehren im Bezirk St. Veit/Glan: Erstere im Ramen des atomaren „Super-GAUs“ im japanischen Atomkraftwerk Fukushima I, …

… wo es durch den Bezirksstrahlenspürtrupp der Feuerwehren galt, die Grenzwerte regelmäßig zu kontrollieren. Zweitere im Rahmen einer sicherheitsbringenden Kooperation …

Einen Einblick in die teilweise nicht alltägliche Arbeit der Feuerwehren bot Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Ing. Egon Kaiser MSc. und sein Team im Rahmen des Bezirksfeuerwehrtages, als über das vergangene Einsatzjahr berichtet wurde. Kommandanten und Vertreter aller Feuerwehren des Bezirkes waren der Einladung von Bürgermeister Andreas Grabuschnig in die Marktgemeinde Eberstein gefolgt.

Die 2.299 Feuerwehrmitglieder, davon 161 Jugendliche in 19 Jungfeuerwehren, wurden im Jahr 2011 nicht nur von Naturgewalten sondern auch durch Brände und schwere Verkehrsunfälle gefordert. Freiwillig und unentgeltlich stellten sie sich den Herausforderungen um den Nächsten zu helfen.

Bei 2.509 Einsätzen (601 Brandeinsätze / 1.908 technische Einsätze) rückten die 47 Feuerwehren – davon 4 Betriebsfeuerwehren – aus und leisteten insgesamt rund 300.000 ehrenamtliche Stunden. Werte in der Höhe von rund 2 Millionen Euro wurden gerettet und für die Allgemeinheit eine Gesamtleistung von rund 15 Millionen Euro erbracht.

Um auch weiterhin effektiv und effizient helfen zu können, sowie die Finanzierbarkeit des Gesamtsystems zu gewährleisten werden alle Feuerwehren des Bezirkes in Zukunft noch enger zusammenarbeiten. Alle Bürgermeister im Bezirk haben daher die Aufstellung einer „Überörtlichen-Einsatz-Einheit Bezirk St. Veit/Glan“ tatkräftig unterstützt. Überörtliche Hilfe wird durch die Einsatzeinheiten des Bezirkes St. Veit/Glan so für alle BürgerInnen im Bezirk, im Bundesland Kärnten und darüber hinaus gewährleistet.

Die Auswirkungen der Nuklearkatastrophe von Fukushima haben die Feuerwehren aber nicht nur im vergangenen Jahr beschäftigt, sondern auch in der Zukunft: Durch das Umdenken in der Energiewirtschaft, unterstützt durch eine positive Förderpolitik, nimmt die Produktion und Installation von Solar- und Photovoltaikanlagen zu. Die Gefahren die von Photovoltaikanlagen ausgehen, werden aber leider unterschätzt – schwere Unfälle in der jüngsten Vergangenheit rüttelten die Feuerwehren und Sachverständigen in ganz Europa auf. Gemeinsam mit Vertretern der KELAG hat das Bezirksfeuerwehrkommando St. Veit/Glan daher beschlossen, in einem einzigartigen Pilotprojekt, ein Vorzeigemodell und Maßnahmenpaket zu entwickeln, wie die Gefahren von Photovoltaikanlagen für Hausbesitzer, aber auch Einsatzkräfte, vermindert bzw. abgewehrt werden können.

Wieder einmal bildete ein Bezirksfeuerwehrtag den Ausgangspunkt, neue Wege zu beschreiten: Die Arbeitsgemeinschaft „Freiwillige Hilfe während der Arbeitszeit“ zeigt, dass Feuerwehren und Unternehmen kooperativ die Sicherheit der Bevölkerung steigern können. Die politischen Verantwortungsträger sind nun aufgefordert, die Ergebnisse der Arbeitsgemeinschaft und der daraus abgeleiteten Studie aufzugreifen und die gesetzlichen sowie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren zu schaffen, damit auch während der Arbeitszeit Erste Hilfe geleistet werden kann.

Das Ehrenamt trotz und bewältigt Anforderungen und daher stehen auch im Jahr 2012 die Feuerwehren des Bezirkes bereit, um Hilfe leisten und durch gemeinsames Anpacken die Welt zu einem Besseren zu verändern.

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