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Italien: Feuerwehrtaucher entdecken weitere Leichen in Costa-Wrack

Italien: Rund zwei Monate nach dem Kentern des Kreuzfahrtschiffs „Costa Concordia“ sind fünf weitere Todesopfer gefunden worden.

Drei Leichen seien von Tauchern entdeckt worden, sagte der Chef des italienischen Zivilschutzes, Franco Gabrielli, am Donnerstag, den 22. März 2012, vor Journalisten. Die Feuerwehr meldete kurz darauf den Fund von zwei weiteren Todesopfern. Damit wurden bisher 30 Todesopfer des Unglücks vom Jänner gefunden. Zwei Menschen werden nun noch vermisst. Inzwischen wurde der gesamte Treibstoff aus dem Kreuzfahrtschiff gepumpt. Im Wrack befanden sich etwa 2.300 Tonnen Treibstoff, überwiegend Schweröl. Nach Ende der Pump-Arbeiten soll die Bergung des Wracks beginnen. Bis Ende März will die Reederei Costa Crociere, Betreiber der „Costa Concordia“, den Auftrag für dafür vergeben. Acht Unternehmen haben bisher Konzepte vorgelegt. Sie werden derzeit von der Reederei geprüft. Die toskanischen Umweltbehörden berichteten, dass das Meerwasser um die Insel Giglio nicht verschmutzt sei. „Es besteht keine Gefahr einer Wasserverseuchung, und die Analysen bestätigen es“, sagte Leonardo Marras, Präsident der Provinz Grosseto. Der Bürgermeister von Giglio, Sergio Ortelli, appellierte an die Touristen, die Insel zu besuchen. „Auf der Insel hat sich nach dem Concordia-Unglück nichts geändert. Das Meer ist kristallklar, jegliche Sorge wegen der Wasserqualität ist unbegründet“, versicherte er.

Die „Costa Concordia“ hatte am 13. Jänner 2012 mit mehr als 4200 Menschen an Bord vor der Toskana-Insel Giglio einen Felsen gerammt und war gekentert.

Wiener Zeitung

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