Wien: Mit Zigarette eingeschlafen -> Ausgedehnter Zimmerbrand
Wien, 16. Bezirk: Zu einem Zimmerbrand in der Wichtelgasse wurden die Kräfte der Wiener Berufsfeuerwehr am Sonntag, dem 29. Jänner 2012, um 02.53 Uhr alarmiert. Laut Aussage des Wohnungsinhabers …
… war dieser mit einer Zigarette im Bett eingeschlafen. Seine ersten Löschversuche blieben erfolglos, worauf er die Feuerwehr alarmierte. Beim Eintreffen des Hilfslöschfahrzeug/Hernals war bereits eine starke Verrauchung sowohl des Stiegenhauses als auch straßenseitig bemerkbar. Der Zimmervollbrand wurde mit einem Rohr unter Atemschutz bekämpft. Beim Eintreffen des Kommandofahrzeuges/Hernals waren bereits zwei Fenster straßenseitig geborsten, bei einem Fenster kam es bereits zu einem Flammenaustritt, der die darüberliegende Wohnung gefährdete.
Daraufhin wurde ein zweites Rohr über die Drehleiter Hernals in Betrieb genommen. Gleichzeitig zum Löschangriff wurde duch das Universallöschfahrzeug Hernals und Rüstlöschfahrzeug Hernals das Stiegenhaus durch Öffnen der Fenster gelüftet und mit der Evakuierung/Kontrolle der Wohnungen des Hauses begonnen. Die Lüftungsmaßnahmen wurden durch den Hochleistungslüfter Drehleiter unterstützt. Zwei Personenen wurde mittels Fluchtfilterhauben ins Freie gebracht und dem Rettungsdienst zwecks Kontrolle übergeben, wobei eine Person durch den Rettungsdienst in ein Spital gebracht wird. Der Wohnungsinhaber wurde ebenfalls durch den Rettungsdienst kontrolliert, wollte jedoch nicht ins Spital.
Die unter der Brandwohnung gelegene Wohnung wurde auf Wasserschaden kontrolliert. Es waren bereits Wasserdurchtritte in Kinderzimmer, Vorzimmer, Wohnzimmer und in der Küche feststellbar, woraufhin die Sicherungen zu den betroffenen Räumlichkeiten abgehoben wurden. Im Kinderzimmer wurde von der Feuerwehr mittels Bohrmaschine die Decke an mehreren Stellen angebohrt, um das Abfließen des Löschwassers zu beschleunigen. Die anwesenden Wohnungsinhaberin wurde auf die Gefahren des elektr. Stroms hingewiesen und an Fachfirma verwiesen.
Die Brandwohnung wurde mittels Ausräumhaken ausgeräumt, Glutnester nachgelöscht. Ebenfalls wurde die Decke im Ausmaß von ca. 3 m2 geöffnet und mittels Wärmebildkamera kontrolliert, jedoch keine Gefährdung festgestellt. Die Wohnung wurde mittels Ringlüfter belüftet.
Zwecks Beseitigung des Löschwassers wurde das 3. Rüstlöschfahrzeug/Hernals mit Nassstaubsauger nachalarmiert. Durch das Bersten der Scheibe wurde ein durch Glassplitter beschädigt. Aufgrund der herrschenden Wetterlage wurde die MA 48 zum Streuen verständigt. Die Wohnung wurde mittels Schlüssel des Wohnungsinhabers gesperrt, Schlüssel an Sicherheitswache übergeben. Nach knapp fünf Stunden war der Einsatz um 07.39 Uhr beendet.
