Technisch

Tirol: Feuerwehren im Bezirk Schwaz im Dauer-Schnee-Einsatz

Tirol, Bezirk Schwaz: Der 6. und 7. Jänner 2012 waren mit über 100 Alarmierungen die einsatzstärksten Tage in den vergangenen Jahren im Bezirk Schwaz. Durch den langanhaltenden Schneefall auch in tiefen Lagen …

… stürzten zahlreiche Bäume um. Die Folge waren verlegte Verkehrswege, abgerissenen Stromleitungen und bedrohte Häuser. Seit 6. Jänner Mitternacht sind die Feuerwehren pausenlos im Einsatz um die Hindernisse zu beseitigen. Wegen Lawinengefahr wurden auch einige Straßen gesperrt, sodass die Aufräumarbeiten erst zu einem späteren Zeitpunkt erledigt werden konnten. Große Gefahr ging dabei von den gerissenen Stromleitungen aus. Bis zum jeweiligen Eintreffen der Störungstrupps der TIWAG konnten die Feuerwehren die Lage aber immer sichern. Neben den unzähligen umgestürzten Bäumen rückten die Feuerwehren des vorderen Zillertales am 6. Jänner zu einem Gebäudebrand aus. Trotz es schnellen Eingreifens der Wehren wurde ein Dachstuhl und eine Wohnung ein Raub der Flammen. Im Achental mussten mehrere Personen aus einem hängen gebliebenen Lift eines Hotels befreit werden.

Herausfordernd war auch der Einsatz nach dem Abgang einer Lawine über B 169 Zillertalstraße bei Ginzling. Nach den notwendigen Erstmaßnahmen unterstützte die Feuerwehr bei der Einrichtung eines Notlagers für ca. 70 gestrandete Urlauber.

Besonderes Pech hatte die Feuerwehr Jenbach. Während ihr Feuerwehrball gerade so richtig auf Touren gekommen war, jagte ein Alarm kurz vor 22:00 Uhr die Feuerwehrmitglieder von der Tanzfläche. Es wurde ein Tanz mit umgestürzten Bäumen und der Kettensäge. Erst nach Mitternacht konnte die Einsatzmannschaft in den Ballsaal zurückkehren.

Am 8. Jänner hielt das hohe Einsatzaufkommen an, auch wenn sich die Lage ein wenig entspannt hat.

Bezirks-Feuerwehrverband Schwaz

Bericht der Freiw. Feuerwehr Schwaz
Die starken Schneefälle der letzten Tage sorgten bei der Feuerwehr Schwaz für viel Arbeit. Vor allem umgestürzte Bäume, die Straßen blockieren machen immer wieder Hilfeleistungen notwendig. 19 Mal rückte die Feuerwehr Schwaz seit Freitag früh aus.

Am Sonntag, 8. Jänner 2011, nachmittags fiel ein Baum in das Seil der Kellerjochbahn. Mit der Drehleiter, einem Kran sowie einem Holztraktor konnte der Baum aus dem Seil geborgen werden.

Am späteren Nachmittag rückten drei Fahrzeuge (KDO 2, SRF und LFB) zur Unterstützung der Feuerwehr Pill aus. Auf der Pillbergstraße waren vier talwärts fahrende Fahrzeuge, trotz Ketten, bis zu 70 Meter über die Straße gerutscht. Am Ende der unfreiwilligen Rodelpartie waren alle vier Fahrzeuge ineinander geschoben.

Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Nach einer Stunde waren alle Fahrzeuge geborgen.

Freiw. Feuerwehr Schwaz

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