Wien: Autokran kracht in Betonleitwand: Betonteile auf Fahrbahn-> Folgeunfall
Wien: Aus unbekannten Gründen war der auf der Richtungsfahrbahn Nord fahrende 120 Tonnen Autokran am 21. Dezember 2011 ca. 200 m vor der Ausfahrt zum Verteilerkreis Favoriten in die mittlere Betonleitwand gefahren.
Durch die Wucht des Anpralls verbunden mit dem Fahrzeuggewicht von 60 Tonnen wurde ein Betonelement völlig zertrümmert, wobei die teils fußballgroßen Betonbrocken über alle Fahrspuren der Richtungsfahrbahn Süd verteilt wurden. Zudem wurde die Mittelleitschiene auf einer Länge von 25 m (5 Elemente) um 2 m in die Überholspur der Richtungsfahrbahn Süd verschoben.
Der Autokran selbst wurde durch den Anprall besonders im Bereich des Führerhauses und auf der linken Fahrzeugseite schwer beschädigt. Der in Richtungsfahrbahn Süd fahrende Pkw konnte nicht mehr rechtzeitig anhalten und fuhr über die Betonbrocken, wobei die Ölwanne aufgerissen wurde und das Fahrzeug 150 m nach der Unfallstelle auf dem Pannenstreifen zum Stillstand kam. Durch diesen Parallelunfall war es zu einer Ölverunreingung auf zwei Fahrspuren gekommen. Die Unfallstelle wurde anfänglich von den beiden Begleitfahrzeugen des Autokrans abgesichert und der unter Schock stehende Kranfahrer betreut. Von der Autobahnpolizei wurden in weiterer Folge drei Fahrspuren der Richtungsfahrbahn Süd und von der Asfinag eine Fahrspur Richtung Nord gesperrt.
Von uns wurde gemeinsam mit der Besatzung des Werkstättenfahrzeugs sowie einem eingetroffenen Mechaniker der Kranfirma die zum Teil abgerissene Druckluftanlage des Autokrans provisorisch in Stand gesetzt und damit ein Abschleppen des Krans mit dem Abschleppfahrzeug-Lkw Landstrasse mittels Abschleppstange ermöglicht. Für diese Arbeiten musste allerdings die erheblich deformierte Fahrertüre des Krans mittels Rettungsspreizer des 2.Rüstlöschfahrzeug Favoriten und Teile der Führerhausverkleidung mittels Trennschleifer entfernt werden.
Der Autokran wurde im Bereich der gesperrten Ausfahrt Simmering gesichert abgestellt und an den Mechaniker des Kranunternehmens übergeben.Der beschädigte Pkw wurde vom Abschleppfahrzeug Leopoldstadt mittels Seilwinde auf das Verschiebeplateau gezogen, zur Ausfahrt Sterngasse geführt und dort gesichert abgestellt.
Auf Ersuchen der Asfinag wurde die freistehenden Armierungseisen des zerstörten Leitschienenelements mittels Trennschleifer durchtrennt und anschließend die Betonelemente bzw. die zahlreichen Betonbrocken mittels Ladekran auf ein Einsatzfahrzeug der Asfinag verladen. Die verunreinigten Fahrspuren wurden von angeforderten Reinigungsfahrzeugen der Asfinag gesäubert.
Die Einrichtung der verschobenen Leitschienen wird von der Fa. Trans-Hohl aus Maria Enzersdorf übernommen. Aufgrund des Unfalls war es in beiden Fahrtrichtungen zu umfangreichen Verkehrsbehinderungen gekommen.
