Brand

Wien: Ehemalige Bank Zentrale in Wiener Innenstadt in Vollbrand (BF-Bericht)

Wien, Innere Stadt: Aus ungeklärter Ursache war gegen vermutlich 03.00 Uhr des 18. November 2011 ein Brand im 1. Stock (2. Obergeschoß) eines Gebäudes an der Adresse Am Hof ausgebrochen.

Durch die erstangekommenen Kräfte wurde während der Erkundung und Erstmaßnahmen eine rasche Brandausbreitung beobachtet und auf Alarmstufe 2 erhöht. Während der Anfahrt der zusätzlichen Kräfte breitete sich der Brand Richtung Kirche (Zu den neun Chören der Engel) aus. Zeitgleich mit dem Eintreffen der weiteren Kräfte wurde die Kirche durch den Pfarrer zugänglich gemacht und die Kräfte der Feuerwehr durch die Polizei informiert, dass bereits alle im Zwischentrakt befindlichen Personen Richtung Tuchlauben evakuiert worden waren.

Nachdem durch die Strahlungswärme mehrere Fensterstöcke und einige Räume des baulich dem Brandobjekt zuzurechnenden Zwischen traktes in Brand geraten waren, wurden die betroffenen Bereiche kontrolliert und vorsorglich ein Rohr durch die Kirche in die Passage vorgenommen. Zeitgleich mit dem Einsatz Am Hof war eine Brandmelderauslösung der Tiefgarage Am Hof in die automatische Auswertezentrale der Feuerwehr eingegangen. Durch eine Gruppe wurde erkundet, dass es sich um durch die Zuluft angesaugten Rauch des benachbarten Brandobjektes handelte. Die Zuluft wurde geschlossen und die Garage durch eine Gruppe mittels Wechsellader­Lüfter belüftet.

Da es durch abfließendes Löschwasser zu einem Wassereintritt in die Garage kam, wurden die Niederspannungssräume so gut als möglich provisorisch abgedichtet, kontrolliert und erforderlichenfalls das Wasser mittels Schuber oder Nassstaubsauger entfernt. Mittlerweile hatte sich der Brand über fast alle Fensterachsen des Brandobjektes im 1. Stock ausgebreitet, durch die zweite Drehleiter Zentrale, die Teleskopmastbühne Döbling wurde ein massiver Aussenangriff mit zwei Wasserwerfern durchgeführt, um eine Brandausbreitung zur Kirche zu verhindern.

Die während dieser Zeit durch die erstangekommenen Kräfte weiter durchgeführten Innenangriffe mussten wegen der starken Brandintensität sowie herabfallender Verkleidungsplatten vorübergehend abgebrochen werden. Um die Brandintesität zu brechen wurde ein Außenangriff über insgesamt eine Teleskopmastbühne, vier Wasserwerfer/Drehleiter, ein Wasserwerfer/ Großtankfahrzeug und ein Wasserwerfer Universallöschfahrzeug durchgeführt. Zur Wasserversorgung wurden Zubringleitungen aus den Bereichen Tuchlauben, Wipplingerstrasse und Am Hof hergestellt. Eine dritte Löschbereitschaft führte einen Innenangriff über den Eingang Seitzergasse durch. Dabei wurden verschiedene Brandherde im Bereich der Innenhöfe mit zwei Rohren unter Atemschutz gelöscht.

Nach Erfolg des Außenangriffs ging die Brandintensität zurück, sodass Innenangriffe erneut möglich waren. Gegen 07:00 Uhr konnte „Bis auf Glutnester Brand Aus“ gegeben werden. Bis zu diesem Zeitpunkt waren etwa 30 Fahrzeuge sowie rund 150 Mann im Einsatz. Um etwa 07.30 Uhr wurde auf Alarmstufe 2 zur Durchführung der Aufräum­ und Nachlöscharbeiten reduziert, um 10:45 Uhr wurde die Alarmstufe 2 aufgehoben.

Berufsfeuerwehr Wien
Medienbericht hier auf Fireworld.at
Presse- & Informationsdienst der Stadt Wien (Bilder)

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