D: 21-jähriger Führerscheinneuling gegen Baum geprallt und schwer eingeklemmt

Ostervesede (Deutschland): Nach dem tödlichen Verkehrsunfall von zwei 20-jährigen BMW-Insassen am letzten Samstagvormittag auf der Kreisstraße 211 von Fintel nach Ostervesede kam es am frühen …
… Mittwochmorgen, 9. November 2011, um 5.55 Uhr auf der K 211 kurz vor Ostervesede erneut zu einem schweren Verkehrsunfalls eines 21 Jahre jungen Autofahrers. Der Großenweder hatte mit seinem Polo die brennenden Trauerkerzen des Unfalls vom Samstag gerade einen Kilometer passiert, als er verunglückte. Er erlitt sehr schwere Kopfverletzungen.
Ein 45-jähriger Fahrer eines Nissan-Geländewagens fuhr in größerem Abstand mit etwa 80 km/h hinter einem Lkw her, den er begleitete. In der letzten langgezogenen und übersichtlichen Rechtskurve vor Ostervesede setzte der junge Autofahrer mit seinem blauen Polo zum Überholen des Geländewagens an. Zu diesem Zeitpunkt kam dem Polo im Abstand von einigen hundert Metern ein Fahrzeug entgegen, der Überholvorgang wäre aber ohne Gefährdung des Gegenverkehrs gut zu schaffen gewesen.
Der Polo-Fahrer verlor aber in Höhe des Nissan die Kontrolle über sein Fahrzeug und kam nach links auf den Grünstreifen. Nach 20 Metern prallte er im linken Seitenraum gegen eine dicke Birke. Dabei wurde der Polo völlig zerstört und der Großenweder in seinem Auto eingeklemmt. Rund eine halbe Stunde benötigten die 40 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Oster- und Westervesede, bis sie den Fahrer befreit hatten. Währenddessen wurde er von einem Notarzt vor Ort versorgt und schließlich mit sehr schweren Verletzungen mit einem Rettungswagen in das Diakoniekrankenhaus nach Rotenburg gebracht.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei hatte der Polo keine erkennbaren technischen Mängel, der Fahrer war zum Unfallzeitpunkt in seinem Fahrzeug angeschnallt gewesen. Der Überholte hatte angegeben, dass der Polo ihn mit etwas höherer Geschwindigkeit überholt habe. Der Tacho des Unfallwracks zeigte nach dem Unfall rund 100 km/h an.
Bei dem Unfall vom Samstag hatte ein Zeuge ausgesagt, der selbst etwa 100 km/h gefahren war, dass er von dem BMW mit erheblich höherer Geschwindigkeit überholt worden war. In beiden Fällen handelt es sich nach Aussage der Polizei um junge Fahranfänger, die ihr Fahrkönnen überschätzt haben. Daher, so die Polizei, sind Geschwindigkeitskontrollen so wichtig, um Leben zu schützen. „Aber auch innerhalb der Höchstgeschwindigkeit kommt es darauf an, die eigene Geschwindigkeit der Straße, dem Wetter, dem Fahrzeug und dem eigenen Können anzupassen“, appelliert der Pressesprecher der Rotenburger Polizei an die jungen Autofahrer.
