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Oö: Fusionen wirken sich fatal auf die Einsatzbereitschaft aus

Oberösterreich: Selten wird ein Thema so heiß diskutiert wie die Zusammenlegung von Feuerwehren. Auf nachrichten.at kommentieren die OÖN-Leser die geplanten Einschnitte höchst unterschiedlich.

Während die einen hinter dem Deckmantel der Anonymität das Internet dazu benutzen jede kleine Feuerwehr an den Pranger zu stellen und die Helfer als festveranstaltende Alkoholiker zu bezeichnen, macht sich ein Gutteil der Kommentatoren Sorgen um die Schlagkraft. Auch die Theorie, dass Zusammenlegungen durch bewusst herbeigeführten Geldmangel quasi erzwungen werden, wird oft geäußert.

„Das größte Kapital, das wir bei der Feuerwehr haben, sind die Menschen, die hinter dem System stehen. Die kosten kein Geld. Bei Zusammenlegungen ergeben drei Mal 50 nicht 150 sondern maximal 70. Damit zerstört man gut funktionierende Systeme und schwächt die Einsatzbereitschaft“, sagt Erich Nösslböck, Bezirksfeuerwehrkommandant in Rohrbach. Er steht zu den eigenständigen Feuerwehren und kann Fusionen nichts abgewinnen. Wenn überhaupt müsse der Wunsch danach von der Mannschaft selbst kommen. Bei Einsätzen geht es um Mannschaftsstärke und Schnelligkeit. Beides ist im bestehenden System gewährleistet. Lange Anfahrtswege zu gemeinsamen Feuerwehrhäusern können sich fatal auf die Einsatzbereitschaft auswirken.

Nur wenig Ersparnis
Oft wird auch das Argument der Ersparnis in der Diskussion rund um Zusammenlegungen von Feuerwehren angeführt. Auch dieses lassen die Feuerwehrfunktionäre nicht gelten. Es sei Fakt, dass Gemeinden ohne Feuerwehren das Feuerwehrbudget der Nachbargemeinden zu unterstützen hätten. Man gibt also nicht nur das Geld sondern auch die Budgethoheit an die Nachbargemeinde weiter.

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