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Oö: Kleine Feuerwehren werden von Existenzängsten geplagt

Rohrbach (Oö): Das Geld, welches das Land für die Steuerzahler verteilt, ist knapp. Was besonders im Jahr des Ehrenamtes schmerzt, ist, dass die Feuerwehren unter dem enormen Spardruck ächzen.

Seit mehr als zehn Jahren diskutiert man in der Gemeinde Berg bei Rohrbach über den Neubau des Feuerwehrhauses in Frindorf. Zwar sind 325.000 Euro für den Neubau zugesagt, aber die kleine Wehr sieht sich einer Finanzierungslücke von 215.000 Euro gegenüber. „Diesen Fehlbetrag muss nun die Feuerwehr mit Eigenleistung und Kostendämpfung decken“, sagt VP-Bürgermeister Josef Pernsteiner auf OÖN-Anfrage. Er rechnet mit einer Eigenleistung von zirka 87.000 Euro. Diesen Betrag habe auch die zweite Feuerwehr der Gemeinde aufbringen können.

Einsparungen nötig
Die restlichen 128.000 müssen eben eingespart werden. Den Schulungsraum könne man sich sparen und auch die Ausführung in Fertigelementen müsse hinterfragt werden. „Wir sind auf der Suche nach einer guten Lösung. Seit zwölf Jahren arbeiten wir schon am Neubau unseres Feuerwehrhauses“, sagt Kommandant Herbert Wakolbinger. Mehr will er offiziell zum Thema nicht sagen – zu viel wird in der Gerüchteküche schon erzählt, zuviele anonyme Anschuldigungen gibt es schon. „Anonyme Briefe helfen überhaupt niemandem – weder der Feuerwehr noch der Gemeinde. Das macht nur böses Blut“, sagt Pernsteiner.

Zusammenlegung möglich
Auch in den Gemeinden Helfenberg und Ahorn überlegt man eine verstärkte Kooperation zwischen den Feuerwehren Helfenberg, Ahorn und Altenschlag. Auf politischer Ebene ist man überzeugt, dass es Kooperationsmöglichkeiten zwichen den drei Wehren gibt. Auch eine gemeinsame Klausur habe es schon gegeben.
Helfenbergs VP-Bürgermeister Stefan Hölzl: „Es ist richtig, dass es ein Thema ist. Es hat eine gemeinsame Klausur gegeben. Ergebnis daraus ist ein Zukunftspapier. Egal, was am Ende herauskommt, wichtig ist, dass man sich mit der Zukunft beschäftigt.“ Offizielle Auskunft gibt es auch bei den Kommandanten der kleinen Wehren nicht. Man will kein Öl ins Feuer schütten.

Viele Projekte stehen
Diese beiden Fälle sind nur Beispiele. Grund dafür ist nicht selten das fehlende Geld. Projekte, die schon genehmigt oder geplant waren, stehen derzeit wegen Geldmangel.

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