Singapur: Großfeuer in Shell-Raffinerie
Singapur: In der größten Raffinerie des Ölkonzerns Shell vor der Küste Singapurs ist ein Feuer ausgebrochen. Der Brand breitet sich weiter aus. Bisher wurde niemand verletzt.
Ein Brand in der größten Raffinerie des Ölkonzerns Royal Dutch Shell Plc in Singapur ist nach Angaben des Unternehmens unter Kontrolle. Das Feuer war am Donnerstagmorgen, 29. September 2011, allerdings noch nicht vollständig gelöscht. Es brannte noch in einem Areal von etwa 150 mal 50 Metern, teilte Shell in Singapur mit. Alle Mitarbeiter seien alle wohlauf. Ein Feuerwehrmann sei leicht verletzt worden. «Wir gehen von einem Unfall aus», teilte das Unternehmen mit.
Die Pulau Bukom-Raffinerie mit einer Kapazität von 500.000 Barrel pro Tag liegt auf einer kleinen Insel rund fünf Kilometer südwestlich des asiatischen Stadtstaats. Es bestehe keine Gefahr für Singapur und die Umwelt, teilte Shell mit.
Wegen des Brandes waren die Beschäftigten am Mittwoch, 28.9.2011, evakuiert worden. Über Teilen des Stadtstaates lag schwarzer Rauch. Die örtlichen Sicherheitsbehörden teilten mit, Ölprodukte im Tanklager des Raffineriekomplexes hätten Feuer gefangen. Mitarbeiter der Raffinerie sagten, der Brand sei in dem Teil ausgebrochen, in dem fertige Produkte durch Rohre in Tanks gefüllt werden. Auch von Explosionen war die Rede. Es gebe an der Stelle viele Pipelines, in denen sich das Feuer ausgebreitet habe. Shell wollte sich zu den Auswirkungen auf die Produktion nicht äußern.
Singapur ist der weltgrößte Markt für Heizöl und Umschlagplatz für den Handel von Rohöl und Ölprodukten. In der betroffenen Raffinerie verarbeitet Shell rund 500.000 Barrel Öl pro Tag.
