Technisch

Wien: TC 99 – Verstrahlung bei Fahrzeug der Müllabfuhr

Wien, 22. Bezirk: Strahlenalarm gab es um 10.53 Uhr des 21. September 2011 bei der Wiener Berufsfeuerwehr. Bei einem Müllfahrzeug war nach Beendigung einer Tour bei der Einfahrt zur Abfallbehandlungsanlage Rinterzelt …

… in der Percostraße eine Aktivität am Portalmonitor festgestellt worden.

Vom Betriebschemiker der MA 48 wurde bereits vor Ankunft der Feuerwehr eine Erstmessung am Fahrzeug durchgeführt, wobei außenseitig im hinteren Fahrzeugdrittel an einer bestimmten Stelle eine Dosisleistung von 120 Mikrosievert pro Stunde festgestellt wurde. Das Müllfahrzeug wurde daraufhin an einen dreiseitig abgeschirmten Platz im Randbereich der Müllabladerampen abgestellt und das hintere Drittel der Ladung abgekippt. Um den beschriebenen Bereich wurde eine Absperrung errichtet.

Das Müllfahrzeug selbst wurde freigemessen und konnte die Einsatzstelle verlassen. Nach Ausrüstung von zwei Feuerwehrbeamten mittels TLD, Einwegschutzanzug, Staubmasken und Handschuhen wurde der abgekippte Müll untersucht, wobei in einem eingegrenzten Bereich eine erhöhte Strahlung festgestellt werden konnte. Mittels Gammaspektrometer wurde der betroffene Bereich überprüft, wobei als Strahler TC 99 festgestellt wurde. Da der gegenständliche Strahler eine Halbwertszeit von nur 6 Stunden hat, wurde mit dem Chemiker der MA 48 vereinbart, dass der gesamte Müll in eine Leermulde verladen wird und im dafür vorgesehenen Bereich zum Abklingen abgestellt wird.

Der Einsatzbereich selbst wurde nach Verladung des Mülls ebenfalls freigemessen. Die im Strahlenbereich tätigen Personen, Werkzeuge und Messgeräte wurden freigemessen
(keine Verschmutzung feststellbar). Da ein medizinisches Labor mit einer radiologischen Abteilung auf der betroffenen Tour lag, wurden die dort abgestellten Müllbehälter sowie der Abstellplatz durch das Umweltmessfahrzeug/Donaustadt ebenfalls kontrolliert, wobei keine erhöhte Strahlenwerte festgestellt werden konnten. Einsatzende: 12.22 Uhr.

Berufsfeuerwehr Wien

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