D: Fw-Unfall mit zwei Toten -> Schuldfrage immer noch offen
Hamburg (Deutschland): Zwei Menschen kamen ums Leben, 23 weitere wurden zum Teil schwer verletzt – es war der schlimmste Blaulicht-Unfall in der Geschichte Hamburgs. Aber wird die Tragödie von Tonndorf jemals aufgeklärt werden?
Der 6. Juli 2011: Auf dem Weg zu einem Einsatz in Steilshoop kracht ein Löschwagen der Feuerwehr auf der Stein-Hardenberg-Straße in einen abbiegenden Linienbus. Zwei Fahrgäste, Jolanta S. († 62) und Heinz B. († 78), kommen ums Leben, 23 weitere Menschen – darunter auch mehrere Feuerwehrmänner – werden verletzt. Zwei Opfer liegen noch immer im Krankenhaus.
Obwohl die Polizei nun alle 20 (nicht wie es anfangs hieß 50) Zeugen befragt hat, bleibt die Schuldfrage vorerst unbeantwortet. Polizeisprecher Holger Vehren: „Derzeit können wir noch keine eindeutige Einordnung zur Frage der Vermeidbarkeit des Unfalls treffen.“
Klar ist mittlerweile: Der Fahrer des Busses ist bei Grünlicht aus der Buskehre gefahren. Der Löschwagen hatte demnach Rot. Und: Die Feuerwehr hatte Blaulicht und Martinshorn eingeschaltet – die Frage ist nur, wann und wie lange. Ein Sachverständiger ist dabei, ein Gutachten zu erstellen. Ergebnis: frühestens Ende August.
Hamburger Morgenpost
Nach dem Blaulicht-Unfall mit 2 Toten in Tonndorf (Hamburg)
