Deutschland: Wohnungsbrand in Essen – Bewohner in Panik
Essen (D): Die Feuerwehr in Essen hat bei einem Wohnungsbrand am Mittwochmorgen, den 06. Juli 2011, zwölf Bewohner eines Hauses in Frohnhausen gerettet. Eine Erdgeschosswohnung war in Brand geraten und verqualmte das Gebäude. Mieter flüchteten in Panik auf Balkone und auf’s Dach.
Ein Wohnungsbrand hat am frühen Mittwochmorgen die Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Essen-Frohnhausen in Panik versetzt. Um kurz vor zwei Uhr stand eine Erdgeschoss-Wohnung in der Paul-Goerens-Straße hellauf in Flammen. Als die Feuerwehr wenige Minuten später eintraf, war das Gebäude komplett verqualmt. Die Bewohner hatten sich auf die Balkone geflüchtet. Ein Mieter kletterte in Panik auf das Dach und rief von dort den Notruf der Feuerwehr.
„Es war dramatisch“ schilderte Feuerwehr-Einsatzleiter Berthold Dietrichs am Morgen den Einsatz im Gespräch mit DerWesten: „Die Menschen haben um Hilfe geschrieen“. Als die Feuerwehr an Brandort eintraf, „strömte überall Qualm aus Fenstern und Balkontüren“, schilderte Dietrichs. Der Versuch, ein Sprungpolster im Hof aufzubauen, scheiterte; Mauern und Bäume boten nicht genug Platz. Die Mieter des verstöckigen Gebäudes wurden schließlich mit Brandhauben geschützt einzeln von Feuerwehr-Trupps aus den Wohnungen geholt. Dietrichs: „Wir mussten dabei die Wohnungstüren eintreten“.
Brandstiftung wird nicht ausgeschlossen
Warum das Feuer in der Erdgeschosswohnung ausgebrochen war, war am Morgen noch unklar. Die Kriminalpolizei ermittelt. Brandherd war offenbar das Schlafzimmer. Personen hielten sich nicht in der Wohnung auf. „Wir können Brandstiftung nicht ausschließen“, sagt Dietrichs.
Das Haus wird laut Feuerwehr von einer Firma an Arbeitskräfte vermietet, die auf Montage tätig sind und offenbar nicht aus Deutschland stammen. „Wir hatten Probleme, uns verständlich zu machen“, sagt Feuerwehr-Einsatzleiter Berthold Dietrichs.
Um Schlimmes zu verhindern hatte die Leitstelle zudem während des kompletten Einsatzes die Verbindung mit dem Anrufer gehalten, der sich auf das Dach des Hauses geflüchtet hatte: „Wir haben ihn versucht zu beruhigen“, berichtet Dietrichs. Die Bewohner haben den Brand körperlich glimpflich überstanden: Nur eine Person erlitt eine leichte Rauchvergiftung und wird im Krankenhaus behandelt.
