Bgld/Nö: Unwetter: Sportler auf dem Neusiedler See in Seenot
Ost-Österreich: Am Donnerstagabend, den 20. Juni 2011, hat eine Unwetterfront Ostösterreich erreicht und für zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt. Am Neusiedler See mussten mehrere Wassersportler von der Feuerwehr geborgen werden.
Am Donnerstagabend hat eine Unwetterfront Ostösterreich erreicht und dort für zahlreiche Feuerwehreinsätze in Niederösterreich und im Burgenland gesorgt. Besonders dramatisch war die Lage auf dem Neusiedler See, wo mehrere Wassersportler bei Windgeschwindigkeiten bis zu 28 Knoten (66 Kilometer pro Stunde) in Seenot geraten sind. Boote aus Rust und Mörbisch liefen laut Feuerwehralarmzentrale aus, um in Seenot geratenen Wassersportlern zu Hilfe zu kommen.
Feuerwehrleute aus Rust waren im Einsatz, um einen erschöpften Surfer zu bergen, der sich in der Ruster Bucht befand und aus eigener Kraft nicht mehr weiterkam. Ihre Kameraden aus Mörbisch mussten ebenfalls ausrücken, um ein zwischen Podersdorf und Illmitz in Seenot geratenes Boot zu bergen. Am späten Nachmittag ging die Windstärke wieder auf knapp 50 Kilometer pro Stunde zurück. Aber es sei „ein ständiges Auf und Ab“, hieß es von der LSZ.
Einfamilienhaus beinahe abgedeckt
In Niederösterreich mussten 28 Feuerwehren ausrücken, um vermurte Straßen von Schlamm zu befreien, überflutete Keller auszupumpen und umgestürzte Bäume zu beseitigen.
Am schwersten betroffen war der Bezirk Mistelbach im Weinviertel. Einsätze gab es auch in den Bezirken Horn, Tulln, Hollabrunn, Mödling, Wiener Neustadt und St. Pölten. In Gumpoldskirchen (Bezirk Mödling) drohte das Dach eines Einfamilienhauses abgedeckt zu werden, was die Feuerwehr verhindern konnte.
