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Ktn: Polizei lässt Feuerwehrfest in Ebenthal räumen

Ebenthal (Ktn): Die Feuerwehr in Ebenthal beschuldigt die Polizei, ein Zeltfest der Feuerwehr in der Nacht zum Sonntag, 5. Juni 2011, regelrecht gestürmt zu haben. Die Polizei konterte, im Vorjahr habe es Verletzte gegeben, man wollte nur die Sperrstunde einhalten.

2.500 bis 3.000 Menschen besuchen jedes Jahr das Feuerwehrfest in Ebenthal, so auch Samstagabend. Am Sonntag um 3.00 Uhr beendete die Polizei das Fest kurz vor der Sperrstunde. Johann Rebernig, Ehrenkommandant der Freiwiligen Feuerwehr Ebenthal sagte, das Zelt sei gestürmt worden, obwohl es überhaupt keine Zwischenfälle gegeben habe. Gästen und Feuerwehrleuten sei mit einer Festnahme gedroht worden. Rebernig: „Es war eine Stürmung, wie wenn Hooligans vom Sportplatz entfernt werden.“

„Schweinerei, die passiert ist“
Das ganze Jahr würden die Feuerwehrleute unentgeltlich für die Bevölkerung da sein. Durch das Feuerwehrfest komme ein wenig Geld für die Kameradschaft und für neue Gerätschaften herein, so Rebernig. „Es sind finanzielle Verluste entstanden, die Werbung ist ganz negativ für die nächsten Jahre. Wir arbeiten nur gratis, dann passiert so was. Das ist eine Schweinerei, die nicht nachvollziehbar ist.“

Polizei: keiner leistete Sperrstunde Folge
Bei der Polizei sieht man die Vorgänge anders. Im Vorjahr seien vier Polizisten bei einer Schlägerei beim Feuerwehrfest verletzt worden. Heuer habe die Polizei genau auf die Einhaltung der Sperrstunde um 3.00 Uhr geachtet. Es habe mehrere Handgemenge gegeben, so die Polizei. Dies wurde von der Feuerwehr zurückgewiesen. Der Einsatz sei auch nicht überzogen gewesen, sagte Polizeisprecher Rainer Dionisio. Die Sperrstunde sei mit 3.00 Uhr ohnehin sehr großzügig festgelegt gewesen. Der Einsatzleiter habe gesehen, dass sich das nicht ausgehen würde und habe daher die Sperrstunde mehrmals angekündigt und ersucht, das Zelt zu verlassen. Es habe aber niemand Folge geleistet. Zum Schutz der Teilnehmer und der Veranstaltung sei dann die Räumung veranlasst worden, so Dionisio.
Der Ehrenkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Ebenthal bleibt dabei, es sei ein Racheakt gewesen. Die Polizisten hätten die Kameraden auch anders auf die Einhaltung der Sperrstunde aufmerksam machen können, so Rebernig.

ORF Kärnten

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