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Deutschland: Vier Lagerhallen komplett abgebrannt -> 16 Rohre im Einsatz

Bonn (Deutschland): Die dunkle Rauchsäule war weithin zu sehen: Ein Feuer auf dem Gelände der ehemaligen Firma Miesen an der Dottendorfer Straße / Christian-Miesen-Straße in Dottendorf sorgte am Freitag, 3. Juni 2011, für einen Großeinsatz der Bonner Feuerwehr. 148 Einsatzkräften war vor Ort.

Um 4.20 Uhr war der Notruf bei der Leitstelle eingegangen. Da das Gelände des einstigen Karosseriebauers abgesperrt war, mussten sich die Feuerwehrleute zunächst gewaltsam Zutritt verschaffen. Vier zusammenhängende Lagerhallen von insgesamt etwa 4000 Quadratmetern Größe brannten in voller Ausdehnung. Die Gebäude waren mit Graffiti beschmiert, Fensterscheiben eingeworfen.

Der Rauch zog in Richtung Ippendorf und Venusberg, so dass im Uni-Klinikum zeitweise die Klimaanlage abgestellt wurde. Dann wechselte die Windrichtung und der Qualm zog in Richtung Bad Godesberg. In den betroffenen Stadtteilen war ständig ein Messwagen der Feuerwehr unterwegs. Brandoberamtsrat Albert Lehmann beruhigte später: „Die Messungen haben zu keiner Zeit gesundheitsschädliche Konzentrationen von Schadstoffen in der Umgebungsluft ergeben.“ Im Rundfunk wurden die Anwohner aufgefordert, dennoch Fenster und Türen geschlossen zu halten. Gegen 10 Uhr wurde die Warnmeldung wieder aufgehoben

Die Feuerwehr setzte zum Löschen drei Drehleitern ein, zudem wurde Wasser aus 16 Rohren in die Flammen geschossen. Das Löschwasser musste über lange Wegstrecken zu dem weitläufigen Gelände befördert werden.

Drei der aus Holz errichteten Lagergebäude mit Bitumendecken waren schon nahezu komplett von den Flammen zerstört, als die Wehr eintraf. Eine Lagerhalle ließ die Feuerwehr kontrolliert abbrennen – auch um die Geruchsbelästigung zu verringern: Warmer Rauch steigt nach oben und verflüchtigt sich schnell.

Während der Löscharbeiten waren die Dottendorfer Straße sowie die Christian-Miesen-Straße gesperrt. Menschen kamen bei dem Brand nicht zu schaden. Brandfachleute des Kriminalkommissariats 11 der Bonner Kriminalpolizei haben die Ermittlungen aufgenommen. Schadenshöhe und Brandursache seien noch unklar, sagte eine Polizeisprecherin.

Die beiden Löscheinheiten der Berufsfeuerwehr wurden von zehn Löscheinheiten der Freiwilligen Feuerwehren Bonn-Mitte, Endenich, Dottendorf, Lannesdorf, Oberkassel, Holtorf, Duisdorf, Lengsdorf, Holzlar und Mehlem unterstützt. Auch Kräfte der Johanniter Unfall-Hilfe waren vor Ort. Das Technische Hilfswerk schickte eine Verpflegungstruppe. Um 11.40 Uhr war der Einsatz beendet. Auch am Nachmittag waren noch Brandwachen der Dottendorfer Feuerwehr vor Ort.

Rundschau Online

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