Oö: Feuerwehrkooperation in Helpfau-Uttendorf -> Aus 3 wird 1
Helpfau-Uttendorf (Oö): In Helpfau-Uttendorf (Bezirk Braunau) gibt es für die drei Feuerwehren jetzt nur mehr eine Einsatzzentrale. Eine Kooperation, die auch vom Landesrechnungshof begrüßt wird, es müsste aber noch mehr derartige Beispiele geben, wird gefordert.
Die obersten Prüfer des Landes hatten ja in einem heftig diskutierten Bericht Ende 2008 bei den heimischen Florianijüngern ein gehöriges Einsparpotential geortet.
Uttendorf, Reith und Freihub
Die Feuerwehren aus Uttendorf, sowie den Ortschaften Reith und Freihub nutzen künftig das Haus und die Ausrüstung gemeinsam. 2004, also schon etliche Jahre vor dem Bericht des Landesrechnungshofes, wurden die ersten Pläne geschmiedet. Der Uttendorfer Feuerwehrkommandant Johann Perschl sagt: „Es hat kritische Stimmen gegeben, aber das ist bei so einem Projekt einfach nicht zu vermeiden. Man hat dann aber gesehen, dass es machbar und realisierbar ist und die Vorteile wirklich überwiegen.“
„Sicherung der kleineren Feuerwehren“
Letztlich werde mit derartigen Kooperationen auch den kleineren Feuerwehren die Zukunft gesichert, ergänzt der Uttendorfer Bürgermeister Josef Leimer (ÖVP): „Das muss von den Feuerwehren selber kommen. Ich glaube, dass es gar nicht mehr so lange dauert, bis sowas von den Feuerwehren selber kommt, weil es auch immer schwieriger wird, verantwortungsvolle Leute zu kriegen, die in die Kommandos gehen und sich für Verantwortung hergeben.“
Bezirkswarnstelle künftig in Uttendorf
Das Land hat für das 1,7-Millionen-Euro-Projekt den Großteil der Kosten übernommen. Vor allem, weil man kooperiert hat, aber auch, weil der Standort aufgewertet wurde. Der Braunauer Bezirksfeuerwehrkommandant Alois Wengler sagt: „Hier in Uttendorf wird auch künftig die Bezirkswarnstelle des Bezirkes Braunau stationiert sein. Das heißt, von hier aus werden im Katastrophenfall die Einsätze geleitet.“
„Sehr viele Synergiepotentiale“
Helmut Brückner, Direktor des Landesrechnungshofes lobt das Innviertler Projekt, meint aber, viele weitere Beispiele müssten folgen: „Mit dieser einen Gemeinde ist das Problem noch lange nicht gelöst. Aber es ist sichtbar, dass es sehr viele Synergiepotentiale bei den Feuerwehren innerhalb der Gemeinden gibt. Hier ist beiden geholfen, den Feuerwehren mit guter Infrastruktur und dem Steuerzahler, weil er weiß, dass hier das Steuergeld wirtschaftlich und effizient eingesetzt ist.“
„Nicht mehr viel drinnen“
„Ich glaube, es eigentlich nicht nicht mehr viel drinnen. Man kann sicher noch da und dort punktuell einsparen, aber wenn wir die Sicherheit für unsere Bürger gewährleisten wollen, dann müssen wir auch die notwendigen Mittel aufstellen“, entgegnet Feuerwehrreferent Landesrat Max Hiegelsberger (ÖVP) und ergänzt: Wer ähnliche Beispiele wie in Uttendorf umsetzt, der bekommt zwar nicht mehr Geld, wird aber bei der Realisierung seiner Idee unterstützt.
Zehn ähnliche Projekte vor der Umsetzung
Zudem wird das neue Feuerwehrhaus vorgereiht, es kann also ein paar Jahre früher gebaut werden. Aktuell sind zehn ähnliche Projekte in Oberösterreich vor der Umsetzung.
