Brand

Wien: Dachstuhl im 17. Bezirk in Brand geraten -> Gasflaschen am Dach

Wien: Am Donnerstag, dem 19. Mai 2011, wurde die Berufsfeuerwehr Wien zu einem Dachstuhlbrand in den 17. Bezirk gerufen.

Aus unbekannter Ursache war der im Umbau befindliche Dachstuhl des betreffenden Objektes in Brand geraten. Bei der Anfahrt war schon aus der Ferne ersichtlich, dass es sich um ein größeres Brandereigniss handelte, da bereits die umliegenden Strassenzüge (Wattgasse) verraucht waren. Weiters wurde den Einsatzkräften mitgeteilt, dass sich 3 Flüssiggasflaschen am Dach befinden. Bei Ankunft trat bereits starker schwarzer Rauch sowie teilweise auch Flammen aus der Dachkonstruktion aus.

Vom ersteintreffenden 3.RLF/H wurde in der Erstphase ein Rohr Tankwasser über das Stiegenhaus unter Atemschutz zur Brandbekämpfung vorgenommen. Von den eintreffenden Kräften der HFW/D wurde sofort ein Rohr Tankwasser vom ULF/D über die DL/D zum Niederschlagen der Flammen und zum Kühlen der tatsächlich vorgefundenen 3 Stück Gasflaschen vorgenommen. Vom eintreffenden 1.RLF/ST wurden zusätzlich 2 weitere Rohre, versorgt vom 3.RLF/H, unter Atemschutz vorgenommen. Die Wasserversorgung wurde über einen Hydranten sichergestellt. In Folge des massiven Erstangriffs konnte in kürzester Zeit die Brandintensität gebrochen werden und mit einer gezielten Kühlung der Gasflasche begonnen werden.

Nachdem diese keine Erwärmung mehr zeigten, wurden sie vom Dach entfernt und im Innenhof des Objektes abgestellt. Zur Sicherheit wurde ein Rohr zur Kühlung belassen. Um den Brandrauch aus dem obersten Geschoss zu entfernen, wurde der elektr. Hochleistungslüfter der DL/D in Stellung gebracht. In weiterer Folge wurden Nachlöscharbeiten, unterstützt durch den Einsatz der Wärmebildkamera, durchgeführt. Zusätzlich wurden lose Dachelemente mittels Motorkettensäge, teilweise unter Absturzsicherung der eingesetzten Mannschaft entfernt. Weiters wurde die TMB/D dazu verwendet um lose Dachziegel, welche abzustürzen drohten, zu entfernen. Im Zuge der Dämmerung wurde die DL/D und die TMB/D zur Beleuchtung des Daches verwendet.

Vom zwischenzeitlich eingetroffenen E-Werk wurde der gesamte Bau stromlos geschalten. Von den Gaswerken wurde die Gaszufuhr geschlossen. Von der anwesenden Baufirma wurde begonnen, im Auftrag des Hausherrn (=Bauherr) das Löschwasser im obersten Geschoss zu entfernen. Vom angeforderten Perm.Ing. wurde die Abschlussdecke statisch begutachtet, wobei festgestellt wurde, dass nur einzelne Wohnbereiche der unmittelbar unter dem Dachgeschoß befindlichen Wohnungen vom Wasserschaden betroffen waren und somit keine Einsturzgefahr droht.

Allerdings wurden die betroffenen WP angewiesen in den vom Wasserschaden betroffenen Räumlichkeiten nicht zu übernachten. Zwecks besserer Ableitung des in der Zwischendecke befindliche Löschwasser wurden einzelne Löcher in den betroffenen Wohnbereichen geschaffen. Weiters wurden alle Wohnungen im letzten OG kontrolliert, wobei nur teilweise ein parzieller Wasserschaden festgestellt wurde. Von angeforderten IR wurde die freistehenden Fanggruppen überprüft wobei ebenfalls keine unmittelbare Gefährdung oder Mängel festgestellt wurden.

Allerdings wurde der Bauherr vom Perm.Ing. angewiesen ehestmöglch für eine Sicherung der Rauchfanggruppen sowie für ein Dichtsetzen des Daches zu sorgen. Weiters wurde er angewiesen für ein Entfernen des Brandschuttes zu sorgen.

Berufsfeuerwehr Wien

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