Wien: Geschäftsbrand in Wien Margareten
Wien: In dem gegenständlichen fünfgeschossigen Eckhaus befindet sich im Erdgeschoss eine Wäscherei. Im Zuge der Demontage einer ehemaligen ölbefeuerten Waschanlage in dieser Wäscherei …
… mit einem Autogenschneidgerät war es am 18. Mai 2011 zum Brand des Öltanks gekommen.
Durch die rasante Brandausbreitung war es innerhalb kurzer Zeit zum Vollbrand des Geschäftslokals gekommen. Die beiden im Geschäft tätigen Arbeiter führten zwar noch Löschversuche mit einem Pulverlöscher durch, mussten allerdings durch die enorme Hitzeentwicklung die Flucht antreten. Es war ihnen gerade noch möglich eine 33 kg Flüssiggasflasche sowie zwei Sauerstoffflaschen aus dem Geschäftslokal zu entfernen. Durch die massive Rauchentwicklung entlang der beiden Hausfassaden sowie in den beiden Stiegenhäusern waren sämtliche Bewohner des Hauses in dem Gebäude eingeschlossen. Auf Grund dieses Umstandes und der äußerst heftigen Brandentwicklung wurde unmittelbar nach dem Eintreffen der ersten Löschbereitschaft Alarmstufe zwei ausgelöst.
Vom ersten Rüstlöschfahrzeug „F“ wurde der Brand mit einem Rohr unter Atemschutz über den Geschäftseingang angegriffen. Parallel dazu wurden von drei Atemschtztrupps des Universallöschfahrzeug „F“, ersten Rüstlöschfahrzeug „M“ und dem zweiten Rüstlöschfahrzeug „M“ die beiden Stiegenhäuser kontrolliert und die eingeschlossenen Wohnparteien aus den verrauchten Wohnungen mittels Fluchfiltermasken gerettet. Zusätzlich wurde über die Drehleiter Favoriten die Hausfassade in der Rainergasse in allen Stockwerken auf allenfalls eingeschlossene Bewohner kontrolliert. Insgesamt wurden 10 Wohnparteien aus dem Gebäude gerettet und an den KZug der Rettung übergeben. Da die Frau eines Wohnungsinhabers ihren Mann nicht erreichen konnte, wurde die Türe durch Einschlagen des Türblattes gewaltsam geöffnet. Da mittlerweile die Flammen aus zwei Lüftungsfenster des Geschäftslokals in der Blechturmgasse schlugen und der vorgehende Atemtrupp im Geschäftslokal durch die Hitzeentwicklung nicht weiter vordringen konnte, wurde einerseits ein zweites Rohr vom Versorgungstrupp des ersten Rüstlöschfahrzeug „F“ im Außenangriff vorgenommen und eine der drei Auslagenscheiben in der Blechturmgasse eingeschlagen. Nach diesen Massnahmen konnte die Brandintensität soweit gebrochen werden, dass der Angriffstrupp weiter vordringen und den Brand letztlich löschen konnte.
Auf Grund mehrmaliger Rückzündungen wurde das Angriffsrohr gegen ein Schaumrohr vom Universallöschfahrzeug „F“ ersetzt und das Geschäftslokal mit Schaum geflutet. Nach Eintreffen der zweiten Löschbereitschaft wurde die Evakuierung des Gebäudes mit der Drehleiter „M“ sowie einer Löschgruppe unterstützt. Weiters wurde von einer Löschgruppe das Dachgeschoß und der Verlauf der Lüftungsanlage der Wäscherei bis über das Dach kontrolliert.
Hierfür war es erforderlich, die Dachgeschosstüre sowie eine im Kellergeschoss befindliche Türe zu einem Technikraum der Wäscherei gewaltsam zu öffnen. Die Brandrauchentlüftung des Geschäftslokals wurde mit einem Hochleistungslüfter der Drehleiter, des Stiegenhauses 1 ebenfalls mit einem Hochleistungslüfter und des Stiegenhauses 2 mit einem Ringlüfter durchgeführt. Da in dem Geschäftslokal zahlreiche EInstallationen durch die Brandhitze abgeschmolzen waren, wurde der Störtrupp Wienstrom angefordert und von diesem aufgrund der erheblichen Zerstörungen das gesamte Objekt spannungsfrei geschalten. Von einem anwesenden Elektriker der Hausverwaltung werden alle weiteren Maßnahmen zur Herstellung einer prov. Stromversorgung für das Haus übernommen.
Vom Störtrupp Wiengas wurde der Verlauf der Gaszuleitungen in dem Objekt ebenfalls überprüft. Der Verlauf der Lüftunsganlage in der Wäscherei wurde zusätzlich noch vom angeforderten IR/M kontrolliert. Die seitens der Arbeiter geborgenen Gasflaschen wurden an die mit der Demontage beauftragten Firma übergeben. Die gewaltsam geöffnete Wohnungstüre 1/4 wurde durch Einbau einer Baustellentüre verschlossen. Eine Mitteilung an die WP wurde hinterlegt. Die beiden anderen geöffneten Türen wurden im Einvernehmen mit einer Wohnpartei, welcher die Hausverwaltung darüber verständigt bzw. mit dem Inhaber der Wäscherei, im geöffneten Zustand belassen. Für die Dauer des Einsatzes waren die Rainergasse, die Blechturmgasse sowie Teile der Wiedner Hauptstraße für den Verkehr gesperrt.
