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Deutschland: Stadt will Autohupen statt Sirenen testen

Meerbusch (Deutschland): Die vorhandenen 13 Sirenen reichen nicht aus, um alle Meerbuscher im Katastrophenfall ausreichend zu warnen. Der Kauf neuer Sirenen würde 202.000 Euro kosten. Die Stadt prüfte auch Autohupen als Alternative.

13 Sirenen und einige Lautsprecherwagen – das ist alles, was der Feuerwehr zur Warnung der Bevölkerung bei so genannten Großschadensereignissen zur Verfügung steht. Doch die Sirenen reichen nicht für das ganze Stadtgebiet aus. In Teilen von Büderich, Osterath und Strümp wären sie nicht zu hören. Das geht aus dem Konzept eines Sirenenlieferanten hervor.

Um Gesamt-Meerbusch abzudecken wären Neuanschaffungen der Warngeräte in Höhe von 202.000 Euro nötig. Die Politik beschäftigt sich seit mehr als zwei Jahren mit dem Thema. Am Donnerstag, 19. Mai 2011, steht im Hauptausschuss die Entscheidung an. Die Verwaltung wird dabei auch über ungewöhnliche Alternativen informieren, deren Einsatz aber als nicht praktikabel gilt.

Der Katastrophenfall ist zwar extrem unwahrscheinlich. Trotzdem müssen sich Stadt und Feuerwehr darauf vorbereiten. Angesichts der Nähe von Flughafen und den Chemiewerken in Uerdingen wären etwa ein Flugzeugabsturz oder ein Unglück eines mit Chemikalien beladenen Zuges oder Lkw im Stadtgebiet durchaus denkbare Szenarien.

In einem solchen Fall würde ein einminütiger Heulton aus den Sirenen ertönen, um die Bevölkerung dazu zu bringen, den Lokalsender „News 89,4“ einzuschalten, der weitere Anweisungen der Feuerwehr verbreiten würde.

Doch heute besteht das Problem, dass viele Büdericher, die wegen des Fluglärms dicke Schallschutzfenster einbauen mussten, die Sirenen deswegen nur schwer hören. Auch Bürger im Osterather Norden und Westen, die zu weit von den vorhandenen Sirenen entfernt wohnen, könnten bei ungünstigem Wind einen Katastrophenalarm glatt verpassen.

RP online

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