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Deutschland: Feuerwehr in Salzgitter prüft Kooperation mit Goslar

Salzgitter (Deutschland): Die Stadt Salzgitter soll nach dem Willen des Feuerwehrausschusses prüfen, ob die Feuerwehrleitstellen Salzgitter und Goslar am Standort Salzgitter zusammengelegt werden können.

Hintergrund für die Überlegung ist der demografische Wandel, der „gravierende Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit der niedersächsischen Gebietskörperschaften haben“ werde. „Wir sollten dem Innenministerium zuvorkommen, bevor wir einen Kooperationspartner zugeteilt bekommen“, begründete Detlef Friedrich den CDU-Antrag. Die Christdemokraten erhoffen sich durch die Zusammenarbeit Synergieeffekte und Einsparpotenziale.

Feuerwehrchef: Landesweit bisher keine Kostenersparnis
Diese Hoffnung schränkte Feuerwehrchef Arne Sicks allerdings ein: „Zusammenlegungen in Niedersachsen haben gezeigt: Langfristig konnten keine Kosten eingespart werden.“ Lediglich für die Organisation könnte die Zusammenlegung von Vorteil sein. So würde im Landkreis Goslar in den Nachtstunden beispielsweise ein Ein-Mann-Betrieb ausreichen. Das sei aber nicht zulässig. Bei einer Kooperation könnte dort folglich Personal eingespart werden. Ansonsten könnte lediglich der Digitalfunk für eine Kostenersparnis sorgen, sobald er eingeführt werde. „Denn dann müsste nur eine statt zwei Leitstellen angeschlossen werden. Diese Summe lässt sich aber nicht beziffern“, erklärte Sicks.

Die CDU strebe mit dem Wunsch auf interkommunale Zusammenarbeit auch den Erhalt der Eigenständigkeit Salzgitters an, sagte Friedrich. Zudem biete sich der Zusammenschluss mit Goslar an, da Stadt und Landkreis bereits beim Rettungsdienst kooperierten und Rettungswagen aus Salzgitter beispielsweise in die Gemeinde Liebenburg führen. Außerdem verfüge der Landkreis Goslar derzeit nur über eine virtuelle Leitstelle. Er würde folglich „von der Anbindung an die professionelle Wache in Salzgitter profitieren“, heißt es weiter in dem Antrag.

Ob eine Kooperation mit dem Landkreis Goslar überhaupt möglich sei, arbeite dieser doch bereits mit Osterode zusammen, wollte Wolfgang Fisch (SPD) wissen. „Oder müssen wir dann auch mit Osterode kooperieren?“, fragte Fisch. Er wisse von dem Bestreben Osterodes, sich mit Göttingen zusammenzutun, antwortete ihm Sicks. Insofern könnte sich dieses Problem von alleine lösen. „Die Kooperation zwischen Osterode und Goslar ist recht locker“, so Sicks.

Landkreis hat in der Vergangenheit abgelehnt
Sollten allerdings letzten Endes drei Gebietskörperschaften zusammenarbeiten, würde das keine Einsparungen für Salzgitter bringen, sondern Kosten verursachen. „Wir müssten in der Leitstelle zusätzliche Einsatzplätze installieren, hätten mehr Technik und bräuchten mehr Räume“, sagte Sicks. „Das würde auf einen Neubau hinauslaufen.“

Im Übrigen habe es in der Vergangenheit mehrfach Gespräche mit Goslar gegeben. Von dort sei eine Kooperation bisher stets abgelehnt worden. „Allerdings befindet sich die Leitstelle dort in der Trägerschaft der Kreiswirtschaftsbetriebe und soll künftig in die Obhut des Landkreises zurückgehen“, erklärte der Feuerwehrchef. Das würde neue Voraussetzungen schaffen. „Es macht Sinn, die Gespräche noch einmal aufzunehmen“, meinte Sicks.

Dem schloss sich der Ausschluss am Ende einstimmig, wenn auch zögerlich an. Wolfgang Bauer (SPD): „Wir sollten nun abwarten, was die Verwaltung antwortet und dann weiterüberlegen.“

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