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Deutschland: Pilotprojekt -> Mobile Sirenen können vor Gefahren warnen

Münster (Deutschland): Weil es in Münster an einem effektiven und unüberhörbarem Notfall-Warnsystem fehlt, will die Feuerwehr die „Heuler“ wieder zurück auf die Dächer haben. Rund 1,5 Millionen waren bereits vor drei Jahren im städtischen Etat veranschlagt, um 75 neue Sirenen verteilt im ganzen Stadtgebiet aufstellen zu können.

Passiert ist bislang nichts, der Aufbau des akustischen Alarmierungsnetzes liegt auf Eis. Im benachbarten Kreis Steinfurt läuft jetzt ein landesweit einmaliges Pilotprojekt mit preiswerteren Mobilsirenen (Stückpreis 7000 Euro). Die Sirenen sind auf Stativen montiert und können rasch in gefährdete Bereiche transportiert und dort aufgebaut werden. Tritt beispielsweise bei einem Chemiebrand eine Giftgaswolke aus, können im Umkreis die Sirenen aufgestellt und aktiviert werden. Der einminütige Heulton, früher als Luftalarm bekannt, soll „Sofort Radio einschalten“ bedeuten.

Dort würden dann Warnhinweise von der Feuerwehr verbreitet, der Lokalsender Antenne Münster und die Stadt haben entsprechende Vereinbarungen längst getroffen. Der stellvertretende Feuerwehrchef Willi Reckert hat mit den Kollegen in Steinfurt schon Kontakt aufgenommen. Bewährt sich dort das mobile System, könnte es auch in Münster zum Einsatz kommen.

Münstersche Zeitung

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