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Deutschland: Edewechter Wurstfabrik brennt zehn Stunden

Edewecht (Deutschland): Annähernd 200 Feuerwehrleute aus den Gemeinden Edewecht und Bad Zwischenahn sowie von der Oldenburger Berufsfeuerwehr haben am Sonnabend, 9. April 2011, einen Großbrand in der Edewechter Wurst- und Fleischfabrik Hobbie bekämpft.

Weil im Inneren des Gebäudes nach Feuerwehrangaben Temperaturen von über 300 Grad Celsius gemessen wurden, waren Löscharbeiten nur von außen möglich. Obwohl Drehleitern aus Oldenburg und Elmendorf auch von oben versuchten, die Flammen zu löschen, zündete die gesamte Betriebsstätte am frühen Sonnabendmorgen komplett durch. Dabei griffen die Flammen nicht nur auf andere Teile des Unternehmens über, sie vernichteten auch ein nebenan stehendes, zweistöckiges Wohnhaus, in dem die Eigentümer schliefen. Sie konnten rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Ein Polizeisprecher erklärte am Sonntag, bei dem Brand sei ein Millionenschaden entstanden. Erst vor zweieinhalb Jahren, 2008, hatte es in der Firma schon einmal groß gebrannt. Hobbie ist überregional bekannt durch die Produktion der „Wattwürmer“, eine Wurstspezialität.

Während die Feuerwehren die beschädigten Gebäude bis zum Sonnabendabend kontrolliert abbrennen ließ, stellte sich bereits am Vormittag ein neues, gefährliches Problem ein: Durch die hohe Brandintensität wurde in unmittelbarer Nähe des Gebäudes ein Hauptgasschieber beschädigt. Dadurch trat für etwa eine Stunde unkontrolliert Erdgas aus. Das Leck wurde anschließend von EWE-Technikern geschlossen. An diesem Montag untersuchen Experten die Brandstelle.

NWZ Online (mit Bilderstrecke und Video)

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