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Tirol: Polizeihubschrauberabsturz -> 4. Opfer lokalisiert

Achenkirch (Tirol): Am Freitagnachmittag, 1. April 2011, konnte die Leiche des vierten Opfers im See von den Kameras lokalisiert werden. Die Bergeaktion soll noch am Abend beginnen. Für die Taucher ist das der dritte gefährliche Einsatz in 100 Metern Tiefe.

Körperliche Höchstbelastung für die Taucher
Seit eineinhalb Tagen ist am Achensee alles an technischem Gerät im Einsatz was verfügbar ist, berichten die Einsatzkräfte: Schleppkameras, Tauchroboter und auch Taucher. Sie haben jetzt die Aufgabe das vierte Unfallopfer, einen 43-jährigen Schweizer Polizeibeamten, heraufzutauchen. Das ist ein äußerst gefährlicher Einsatz.
Die Taucharbeiten seien vor allem schwierig, da sie in dieser Tiefe lediglich zehn Minuten zu Verfügung hätten. Nach dem Aufstieg, der wegen der Gasbildung im Körper über zwei Stunden in Anspruch nimmt, müssten sie zwölf Stunden pausieren, erklärten Experten vor Ort. Es gebe außerdem nur vier Taucher in Österreich, die in 100 Metern Tiefe derartige Arbeiten durchführen könnten.

Tote befanden sich außerhalb der Kanzel
Die Einsatzkräfte waren am Donnerstag, 31.3.2011, bis spät in die Nacht bei Regen und starker Strömung im Achensee tätig. Um Mitternacht stiegen zwei Taucher in den See und konnten zwei Opfer des Absturzes bergen. Damit sind drei Leichen der Unfallopfer geborgen. Die erste Leiche konnte gleich nach dem Absturz an Land gebracht werden.

Suche nach Wrackteilen mit Kameras
Landespolizeikommandant Helmut Tomac sagte, die Personen hätten sich außerhalb der Kanzel befunden. Außerdem habe man mit den Kameras weitere Wrackteile sichten können. Jetzt bereite man sich auch auf die Hebung des Hubschrauberteile vor. Im Wesentlichen seien drei große Teile zu heben und viele kleine, so Tomac.

Unfallopfer werden obduziert
Jene beiden Opfer, die in der Nacht auf Freitag von Tauchern tot aus dem Achensee geborgen wurden, werden jetzt an der Innsbrucker Gerichtsmedizin obduziert. Immer wieder wird die Vermutung laut, der Pilot könnte aufgrund gesundheitlicher Probleme die Kontrolle über die Maschine verloren haben, so Landespolizeikommandant Helmut Tomac.

Trauerfeier findet am Achensee statt
Für die beim Absturz des Polizeihubschraubers am Tiroler Achensee ums Leben gekommenen Beamten findet am Samstag dem 16. April um 10.00 Uhr eine Trauerfeier statt. Das kündigte am Freitag das Innenministerium an. Neben Ressortchefin Maria Fekter (ÖVP) werden Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) sowie Herbert Anderl, Generaldirektor für die Öffentliche Sicherheit, an der Verabschiedung teilnehmen. Die Verabschiedung findet am Achensee statt.

Staatsanwaltschaft ermittelt
Ermittlungen zu dem Hubschrauberabsturz sind auch sofort von der Staatsanwaltschaft Innsbruck aufgenommen worden. Überprüft werden sollen alle möglichen Unfallursachen, technische Gebrechen ebenso wie menschliches Versagen. Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft gebe es derzeit keinen konkreten Verdacht in eine Richtung. Zur Klärung der Unfallursache sei es nun am Wichtigsten, das Wrack zu bergen.

ORF Tirol

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