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Bgld: Diskussion um Feuerwehrzusammenlegung

Deutschkreutz (Bgld): Der Deutschkreutzer Bürgermeister Manfred Kölly (LBL) will die Wehren Deutschkreutz, Neckenmarkt und Horitschon zusammenlegen.

Die Bürgermeister von Neckenmarkt und Horitschon sehen das allerdings etwas anders.

Kölly argumentiert mit Kosten: Geht es nach Kölly, so soll aus den Feuerwehren Deutschkreutz, Horitschon und Neckenmarkt samt Ortsteilen eine große Wehr werden. In Zeiten knapp bemessener Gemeindebudgets sei eine Zusammenlegung sinnvoll, argumentierte Kölly. „Hier gehört kooperiert, hier gehören Geräte gemeinsam angeschafft. Brauchen wir überhaupt so viele Fahrzeuge, wenn etliche Leute gar nicht in der Ortschaft sind?“

Deutschkreutz plant neues Feuerwehrhaus: Im Wirtschaftspark Deutschkreutz soll nächstes Jahr ein neues Feuerwehrhaus um knapp zwei Millionen Euro errichtet werden. Auf rund 5.000 Quadratmetern soll Platz für viele Wehren sein. Kölly will die Gemeinden Neckenmarkt und Horitschon dazu motivieren, gemeinsam mit den Wehren Deutschkreutz und Girm ins neue Haus einzuziehen.

Bürgermeister skeptisch: Die zuständigen Bürgermeister Hans Iby (ÖVP), Neckenmarkt, und Peter Heger (SPÖ), Horitschon, sind da allerdings eher skeptisch. „Eine Feuerwehr hat mehrere Funktionen, sie ist auch in die Dorfgemeinschaft eingebunden, sie ist auch ein sozialer Teil des Dorflebens“, so Hans Iby. „92 Prozent der Einsätze werden von der erstausrückenden Feuerwehr erledigt. Desto kürzer die Anfahrtszeiten sind, desto effizienter“, meinte Heger.

Die Häuser in Horitschon und Neckenmarkt: Das Feuerwehrhaus von Horitschon wurde im Jahr 2004 um 700.000 Euro errichtet. Das Neckenmarkter Feuerwehrhaus ist etwas älter, die Ausrüstung allerdings auf dem neuesten Stand.

Steindl: Nur, wenn freiwillig: Eine Zusammenlegung sei nur dann sinnvoll, wenn es die Gemeinden freiwillig wollen, meinte Feuerwehrreferent Franz Steindl (ÖVP). In den Augen von Abschnittsbrandinspektor Christian Faymann ist eine Zusammenlegung nicht sinnvoll, da ein weiterer Anfahrtsweg keinen Sinn mache.

Fast 25.400.000 Euro für Häuser: In den vergangenen zehn Jahren wurden im Burgenland 109 Feuerwehrhäuser neu gebaut oder saniert. Die Baukosten wurde mit einer Summe von fast 25.400.000 Euro aus Bedarfszuweisungen und dem Katastrophenfonds gefördert.

ORF.at

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