Stmk: FF Thondorf warnt Bevölkerung per SMS vor Hochwasser
Thondorf (Stmk): Die Feuerwehr Thondorf bei Graz hat für die bevorstehende Hochwasser-Saison ein Frühwarnsystem entwickelt. Droht Hochwasser, alarmiert eine Messstation automatisch per SMS. 170 Thondorfer schlossen sich dem Projekt an.
Die Idee kommt vom Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Thondorf, Willibald Kölly. Der Raaba-Bach setzt Thondorf bei starken Regenfällen regelmäßig unter Wasser. Deshalb wurde im Bachbett eine Pegelmessstation eingerichtet. „Was bei den Tanklöschfahrzeugen möglich ist, dass der Maschinist sieht, wieviel Wasser er noch hat, das muss auch im Bach möglich sein,“ dachte sich Kölly.
Feuerwehr erhält erste Alarmmeldung
Diese Messstation ist so konzipiert, dass die Feuerwehr als erstes Glied in der Kette automatisch per SMS eine Alarmmeldung bekommt, sobald der Wasserstand des Raaba-Baches steigt, erklärt Kölly: „Wir brauchen überhaupt nichts machen. Die Pegelmessstation nimmt den Wasserstand über einen Drucksensor selbst ab und sendet das automatisch ab.“
Alarmierung per SMS
Die Feuerwehr ist vorgewarnt, gewinnt Zeit und kann den Pegelstand laufend kontrollieren. Droht der Bach über die Ufer zu treten, alarmiert die Messstation automatisch die Bevölkerung per SMS – für die Feuerwehr bedeutet das keinen Aufwand.
Mehr als 170 Bürger meldeten sich an
Mehr als 170 Bürger hängen bereits an diesem Frühwarnsystem: „Die Handynummer wird in das System eingebaut, automatisch kriegt er auf sein Handy die Alarmmeldung: drohende Hochwassergefahr in Thondorf und Dörfla“, erklärt Kölly.
Finanzierung durch Sponsoren und Spenden
Die Pegelmessstation kostete etwa 3.000 Euro. Finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde gab es nicht. Kölly finanzierte das Projekt mithilfe von Sponsoren, Spenden und durch Einnahmen bei Benefizveranstaltungen.
Die Bürger koste das System nichts, denn auch die laufenden Kosten für die SMS werden durch Sponsoren finanziert, die Kölly regelmäßig sucht.
