Oö: Mit kontaminiertern Aushub beladener Lkw verlor unbekannte Flüssigkeit
Walchshausen (Oö): Zu einer Ölspur mit dem Zusatz „Auslauf von Teerwasser bei Lkw“ auf dem neuerbauten Autobahnparkplatz Murau-Ost auf der A8 Innkreisautobahn Richtung Suben wurde die FF Walchshausen am Montag, 28.02.2011 um 16.51 Uhr von der BWST Ried alarmiert.
Beim Eintreffen am Einsatzort wurde festgestellt, dass es sich hierbei um eine unbekannte, übel riechende Flüssigkeit handelte, die aus dem Kipper eines mit kontaminiertem Bauschutt geladenen Lkw auslief.

Laut ADR-Kontrolle, die Rücksprache mit dem Lebensmittelministerium hielt, war keine unmittelbare Gefahr vorhanden. Nach Anordnung der Wasserrechtsbehörde der BH Ried wurde von der Feuerwehr die bereits ausgelaufene Flüssigkeit gebunden sowie die noch austretende kontaminierte Flüssigkeit aufgefangen.
Die Versuche einer durch die Spedition beauftragte Firma, den offenen Sattel-Muldenkipper abzudichten, scheiterten, die Flüssigkeit drang weiterhin nach außen. Laut Information der Polizei wurden bereits in Suben und in Wels Lkw derselben Spedition aus demselben Grund angehalten. Weitere Lkw wurden in Wien gestoppt.

Laut Polizei werden insgesamt ca. 600 Fuhren dieser Ladung aus Wien (wo der Bauschutt geladen wird) quer durch Österreich ins Ausland gebracht, wo die Ladung schlussendlich in Holland entsorgt wird, da es in Österreich keine Möglichkeit der Entsorgung für diese Art vom kontaminierten Bauschutt gibt.
Eine Weiterfahrt wurde vorerst von der Polizei verhindert. „Erst müsse der Kipper wieder dicht sein, um eine Weiterfahrt zu ermöglichen“, so die Polizei. Proben der Flüssigkeit wurden von der ADR-Kontrolle entnommen.

Am Nächsten Tag wurde die FF Walchshausen von der BH Ried ersucht, eine Nachkontrolle durchzuführen. Da der Kipper noch immer nicht dicht war, schickte die Spedition laut LKW-Fahrer einen Mechaniker. Ob bzw. wann der Lkw weiterfahren konnte, ist nicht bekannt.
