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Deutschland: Wollte Mutter in Düsseldorf ihr Töchterchen verbrennen lassen?

Düsseldorf (Deutschland): Wollte eine junge Mutter ihre erst dreijährige Tochter töten? Dieser Verdacht gegen eine 29 Jahre alte Frau wird nach einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Düsseldorf-Pempelfort laut. Das dreijährige Mädchen konnte gerade noch gerettet werden.

Nach einem dramatischen Rettungseinsatz bei einem Feuer in einem Mehrfamilienhaus an der Wielandstraße in Pempelfort richtet sich der Verdacht gegen die 29-jährige Mutter und Bewohnerin der Dachgeschosswohnung. Sie ging gestern früh – 28. Februar 2011 – aus dem Haus und ließ die Dreijährige allein zurück. Später drang dichter Qualm aus der Zwei-Zimmerwohnung. Die Dreijährige wurde im letzten Moment von ihrem Vater gerettet und musste mit einer schweren Rauchvergiftung in die Druckkammer der Uni-Klinik gebracht werden. Lebensgefahr besteht nicht.

Gestern früh, 8.11 Uhr, wurde die Feuerwehr alarmiert: Brand in der Wielandstraße! Die Leitstelle schickte sofort 30 Retter mit zwei Löschzügen und mehreren Rettungswagen los. Zu diesem Zeitpunkt wollte der 50-jährige Vater, der nicht in derselben Wohnung lebte, gerade seine Tochter abholen, um sie zum Kindergarten zu bringen. Er kam gerade noch rechtzeitig, sah die Flammen, den Rauch. Er nahm seine verletzte Tochter in die Arme und brachte sie in Sicherheit.

Zu viel Rauch eingeatmet
Als die ersten Rettungskräfte eintrafen, waren Vater und Tochter bereits auf der Straße. Beide wurden sofort vom Notarzt untersucht. Beide hatten eine Rauchvergiftung erlitten. Die Dreijährige hatte soviel Qualm eingeatmet, dass sie zur Sauerstoffbehandlung in die Druckkammer musste. In der Klinik wich der Vater ihr nicht mehr von der Seite.
Doch wo war die Mutter? Die Polizei ließ nach ihr suchen, konnte sie schließlich ausfindig machen und ins Präsidium bringen. Am späten Nachmittag teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit, dass die 29-Jährige verdächtigt wird, das Feuer in der ausgebrannten 40 Quadratmeter großen Wohnung gelegt zu haben. Ein von der Polizei beauftragter Gutachter geht aufgrund der vorgefundenen Spurenlage von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Deshalb wird gegen die Mutter auch wegen versuchter Tötung ermittelt.

Frau wird vom Amtsarzt untersucht
Weitere Einzelheiten wollte die Kripo wegen der laufenden Ermittlungen noch nicht bekannt geben. Unklar ist, ob die Festgenommene überhaupt zurechnungsfähig ist. Sie bleibt über Nacht in Polizeigewahrsam und wird heute vom Amtsarzt untersucht, so Staatsanwältin Britta Schreiber. Der entscheidet, ob die Festgenommene in eine psychiatrische Einrichtung untergebracht werden muss.

Der Westen.de

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